Profi-Handballerinnen gaben in Radevormwald eine Trainingseinheit für den Nachwuchs.

HSG Herbeck : Handballtraining mit zwei Bayer-04-Profis

Amelie Berger und Naina Klein gaben in der Sporthalle Hermannstraße dem Handball-Nachwuchs wertvolle Tipps.

Für die Handballerinnen der C-Jugend in der HSG Radevormwald/Herbeck war das Training am Donnerstagabend etwas ganz Besonderes. Schließlich wurde es nicht wie sonst üblich von ihrer Trainerin Inés Engstfeld geleitet, sondern von zwei Profis des Handball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. „Das Training haben wir geschenkt bekommen, weil wir zwischen Weihnachten und Neujahr mit insgesamt 50 Teilnehmern bei zwei Spielen der Bayer-Mannschaft gewesen sind“, erklärte Engstfeld. Zum Dank für die Unterstützung hätten ihre Mädchen nicht nur mit den Profis aufs Spielfeld in Leverkusen auflaufen dürfen. Zudem seien nun Amelie Berger und ihre Kollegin Naina Klein zur Sporthalle an der Herrmannstraße gekommen, um mit den jungen Spielerinnen eine Trainingseinheit zu absolvieren.

Und so ging es dann auch gleich in die Vollen – selbst wenn die beiden Profis verletzungsbedingt nicht viel aktiv eingreifen konnten, sondern hauptsächlich vom Spielfeldrand Anweisungen gaben und das Training leiteten. Los ging es mit Aufwärmübungen, bei denen die jungen Mädchen sich selbst quer durch die Halle jagten und sich gleichzeitig die Bälle zuwarfen. „Damit können wir uns ein Bild davon machen, wie  es um die Ballbeherrschung bestellt ist“, sagte Berger. Die 19-Jährige aus Zweibrücken war mit 15 Jahren ans Sportinternat nach Leverkusen gekommen. „Angefangen habe ich aber schon mit acht Jahren“, sagte Berger. Die Profi-Handballerin hatte durchaus Erwartungen an die Rader Handballerinnen. „Sie sind schließlich Meister in ihrer Verbandsliga geworden.“

Die Saison sei seit Ostern beendet, sagte Engstfeld. Die Hälfte der Mädchen bleibe in der kommenden Saison in der C-Jugend und spiele dann in der Nordrheinliga, der höchsten für die C-Jugend. „Die andere Hälfte wechselt in die B-Jugend. Wir suchen also durchuaus Nachwuchs, ganz konkret suchen wir eine Torfrau“, sagte die Trainerin.

Auch die Mädchen waren mit Erwartungen an die Trainingseinheit mit den Profi-Frauen aus Leverkusen gegangen. „Ich freue mich auf neue Trainingsmethoden, die wir vorher noch nicht kannten“, sagte etwa die 14-jährige Marcie Hilbers. Die HSG-Spielerin kannte Amelie Berger zumindest dem Namen nach bereits. Auch die 13-jährige Judith Bona erhoffte sich neue Trainingseinflüsse, während die ebenfalls 13-jährige Lucie Kevenförster sich auf ein „anspruchsvolles und zugleich  cooles Training mit den Profis“ freute.

Eine etwas einfachere Erwartungshaltung hatte hingegen die 15-jährige Laura Braun: „Ich erwarte, dass das heute in erster Linie Spaß macht“, sagte das Mädchen und lachte. Und wenn man sich anguckte, mit wieviel Engagment die jugendlichen Handballerinnen sich ins Zeug legten, als die Bayer-Profis sie schließlich in zwei Teams aufteilten, dann war klar, dass sowohl Spaß als auch Training auf hohem Niveau angesiedelt waren.

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