Radevormwald: Polizist verletzt nach rechten Schmierereien

Radevormwald: Polizist verletzt nach rechten Schmierereien

Ein Polizist wurde am frühen Samstagmorgen von bislang unbekannten Tätern nach einem Reizgas-Angriff derart schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Der Beamte gehörte zu den Polizisten, die im Bereich Kottenstraße ein Duo verfolgt hatten, das an mehreren Hausfassaden rechtsgerichtete Parolen gesprüht haben soll. Das bestätigte gestern Carsten Möllers, Pressesprecher der Polizei Köln, auf Anfrage der Redaktion.

Angriff mit Reizgas

Das war geschehen: Gegen 5.30 Uhr am Samstagmorgen hatte sich ein Zeuge bei der Polizei gemeldet, der zwei dunkel gekleidete Personen dabei beobachtet hatte, wie sie die Parolen an Hauswände sprühten. Sofort waren Beamte alarmiert worden. "Sie trafen die Personen auch an und verfolgten sie", berichtete Möllers.

Als die Polizisten den Tätern offenbar zu nahe gekommen waren, setzten diese sich mit Reizgas zur Wehr. Ein Beamter wurde dabei so schwer verletzt, dass er zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie die BM gestern auf Nachfrage bei der Polizei-Leitstelle in Gummersbach erfuhr, ist der Beamte inzwischen aber wieder entlassen worden. Die beiden Täter entkamen jedoch.

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Da es sich bei den rechtsgerichteten Graffiti-Schmierereien um einen politischen Hintergrund handelt, hat die Kriminalpolizei des Oberbergischen Kreises die Ermittlungen nach der Vernehmung des Augenzeugen an den Staatsschutz in Köln abgegeben. Der ermittelt nun weiter.

Spraydosen zurückgelassen

"Am Tatort wurden Spuren gesichert", berichtete Pressesprecher Carsten Möllers. So hätten die Täter die Spraydosen dort fallen gelassen. Ob allerdings eine Beschreibung der beiden offensichtlich rechtsgerichteten Sprayer vorliegt, konnte er am Sonntag nicht sagen.

(RP)