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Polizei versorgt verletzten Raubvogel, der bei Schwelm gefunden wurde

Bei Schwelm gefunden : Polizei zeigt ein Herz für „Räuber“

Ein verletzter Mäusebussard wurde bei Schwelm, nicht weit von der Grenze zu Radevormwald, aufgefunden und versorgt. Der Raubvogel wurde der Vogelhilfe in Ennepetal übergeben, die sich nun um ihn kümmert.

Am Dienstagabend staunten die Kolleginnen und Kollegen der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht schlecht, als ein Mann einen ungewöhnlichen Gast zur Polizeiwache nach Ennepetal brachte. Es handelte sich um einen hilflosen Mäusebussard. Der Mann hatte das verletzte Tier zuvor in Schwelm an der Beyenburger Straße, nicht weit von der Grenze zu Radevormwald, sitzen sehen und kurzerhand mitgenommen. Von der Polizeiwache aus konnte die Vogelrettung aus Ennepetal erreicht werden, die sich sofort auf den Weg machte, um das seltene Tier zu versorgen. „Manchmal haben wir auch ein Herz für Räuber!“, resümiert die Pressestelle der Polizei.

Mäusebussarde gelten als die häufigsten Raubvögel in Deutschland. Die Tiere sind etwa 55 Zentimeter lang und haben rund 120 Zentimeter Flügelspannweite. Sie bevorzugen als Lebensraum abwechslungsreiche Landschaften mit Wäldern, offenen Feldern und Wiesen. Ihre Hauptnahrung sind, wie der Name schon andeutet, kleine Nagetiere, vor allem Feldmäuse.

(s-g)