1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Politik in Radevormwald berät über Zukunft der KGS Lindenbaum

Schulausschuss in Radevormwald : Politiker uneins über Umbaupläne für die Grundschule Lindenbaum

Eine Entscheidung über den Umbau fiel im Ausschuss noch nicht. Vor allem die kleineren Fraktionen haben Zweifel.

Den Mitgliedern des Schulausschusses ist in der Sitzung am Montag ein erster Planungsentwurf für den Umbau der Katholischen Grundschule Lindenbaum vorgestellt worden. Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, und Jürgen Funke, Leiter des Schulamtes, erläuterten, wie die Erweiterung der Räumlichkeiten aussehen soll. Unter anderem soll ein neuer Trakt an jener Stelle entstehen, wo sich aktuell der Container für die Offene Ganztagsschule befindet.

Nachdem ursprünglich die Idee eines Neubaus an der Blumenstraße von der Verwaltung nach vorne gebracht worden war, ist man im Rathaus inzwischen der Meinung, dass ein Umbau am jetzigen Standort die vernünftigste Lösung ist. Außerdem könne man damit rund die Hälfte der Kosten sparen – ein Neubau hätte laut Schätzung der Stadt etwa zwölf Millionen Euro gekostet.

Die Reaktionen der Ausschussmitglieder fielen unterschiedlich aus. Lob gab es von den CDU-Vertreterinnen Renate Greif und Saskia Burgmann. „Ich bin froh, dass eine Lösung an Ort und Stelle gesucht wird“, sagte Greif. Das Gebäude sei zwar schon mehr als 100 Jahre alt, aber das trage auch zum Charme der Schule bei. „Der jetzige Standort ist zentral und daher auch für die Eltern gut erreichbar“, sagte Burgmann.

Doch bei anderen Fraktionen herrscht Skepsis. So meldeten die Vertreter der UWG Beratungsbedarf an. Burkhard Wigge meinte: „Wir werden hier von der Verwaltung in eine Richtung gelenkt.“ Der UWG-Mann befürchtet unter anderem, dass die notwendige Zwischenlösung während der Umbauarbeiten den Schulbetrieb schwer beeinträchtigen wird. Die Verwaltung geht von einer Bauzeit von zwei Jahren aus. In dieser Zeit müssten die Schüler in ein Containerdorf umziehen. Wo dieses aufgestellt werden soll, sei noch nicht entschieden, sagte Ulrich Dippel. Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb dieser Container schätzt die Verwaltung laut Jürgen Funke auf rund 600.000 Euro. Axel Michalides, fraktionsloses Mitglied im Ausschuss, schlug vor, den Umbau in zwei Etappen umzusetzen, so dass nicht alle Schüler in Container umziehen müssten.

Angesichts der zweifelnden Haltung bei kleineren Fraktionen mahnte Saskia Burgmann: „Wir sollten das Vorhaben nicht schon schlecht reden.“ Thomas Lorenz von der RUA wollte die Meinung der anwesenden Schulleitung hören. Barbara Janowski, Leiterin der KGS, erklärte: „Für uns ist besonders der Bereich der Aula und Mensa wichtig.“ Man könne im Lehrerkollegium mit dem Vorschlag der Verwaltung leben, die Umsetzung der pädagogischen Inhalte sei gewährleistet.

Da mehrere Fraktionen Beratungsbedarf anmeldeten, gab es am Montag im Fachausschuss noch keinen Beschluss.