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Radevormwald: Pflanzentauschbörse lockt viele Besucher aus der Region an

Radevormwald : Pflanzentauschbörse lockt viele Besucher aus der Region an

Kathi Hentzschel ist diejenige, die sich für die Etablierung der Pflanzentauschbörse in Radevormwald eingesetzt und sie in den letzten Jahren zu einer festen Tradition ausgebaut hat. Gestern feierte die Geschäftsführerin des RBN Radevormwald die 25. Pflanzentauschbörse auf dem oberen Schulhof der Grundschule Stadt. An die beschwerlichen Anfänge kann sie sich noch gut erinnern. "Die erste Pflanzentauschbörse hat damals auf dem Marktplatz stattgefunden, die zweite auf dem Schlossmacherplatz. Zu beiden Terminen sind nur sehr wenige Menschen gekommen", sagte Hentzschel. Für sie war dies aber kein Grund aufzugeben.

"In den darauffolgenden Jahren haben wir uns mit Gärtnern zusammengetan und die Pflanzentauschbörse in private Gärten verlegt. Dort ist es aber immer wieder zu Probleme mit den Besuchern gekommen." Zigarettenstummel in wilden Blumenbeeten oder rücksichtslose Teilnehmer wurden zu einem Problem. "Nach diesen Erfahrungen haben wir uns auf die Suche nach einem Platz gemacht, der uns nichts kostet, weil wir keine Standgebühren erheben, und einen neutralen Rahmen bietet", sagte Hentzschel. Seitdem findet die Pflanzentauschbörse zweimal im Jahr auf dem Schulhof an der Carl-Diem-Straße statt. In den Hochzeiten finden sich mehr als 300 Besucher auf dem Platz ein, um Pflanzen, Samen und Gemüsesorten aus dem eigenen Garten gegen andere Sorten oder eine Spende zu tauschen.

"Heute sind 20 feste Stände bei der Börse dabei. Die Besucher kommen nicht nur aus Rade, sondern auch aus Wuppertal, Halver und anderen umliegenden Städten."

Claudia Weber wohnt in Wuppertal und war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Rader Pflanzentauschbörse. An dem Stand von Kirsten Janke tauschte sie ihre Brunnenkresse gegen fünf prächtige Weinbergschnecken. "Die sind nicht nur ein Hingucker, sondern werden in Zukunft auch den Nacktschnecken-Laich in meinem Garten auffressen", sagte die Hobbygärtnerin, die im kommenden Jahr mit einem eigenen Stand auf die Tauschbörse zurückkehren möchte. "Ich habe heute außerdem Petersilie und Kürbis mitgebracht, den ich gerne gegen die gelbe Zucchini tauschen würde."

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Kirsten Janke, seit mehr als zehn Jahren fester Bestandteil der Veranstaltung, bietet an ihrem Stand nicht nur Schnecken zum Tausch an. "Ich habe auch Nutzpflanzen und Heckenrosen mitgebracht", sagte sie. Ihre schönsten Entdeckungen, die sie in den letzten Jahren auf dem Schulhof gemacht hat, wird sie nie vergessen. "In einem Jahr habe ich eine weiße Hortensie und Salomonssiegel gefunden. Das waren tolle Tauschgeschäfte."

Die Pflanzen, die unter der Aufsicht des RBN getauscht werden, sind besonders robust und an das bergische Klima gewöhnt. Für diese Qualität ist die Pflanzentauschbörse über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

(trei)