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Pflanzentauschbörse in Radevormwald fällt wegen Corona aus

Naturfreunde in Radevormwald : Pflanzentauschbörse muss ausfallen

Die Corona-Pandemie macht die Veranstaltung an der GGS Stadt unmöglich. Der Bergische Naturschutzverein hatte gehofft, bei dieser Gelegenheit Unterschriften für die NRW-Initiative zum Artenschutz zu sammeln.

Schlechte Nachricht für alle Pflanzen- und Gartenfreunde: Wegen der Corona-Pandemie muss die ursprünglich für den 11. Oktober geplante herbstliche Pflanzentauschbörse abgesagt werde. Diese Entscheidung sei nach einem abschließenden Gespräch mit dem Ordnungsamt gefällt worden, teilt Kathi Hentzschel, eine der Organisatoren mit. Üblicherweise findet diese Börse auf dem Gelände der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Stadt an der Carl-Diem-Straße statt. „Veranstaltungen auf dem Gelände von Schulen sind in Coronazeiten grundsätzlich nicht möglich“, schildert Hentzschel die Problematik. „Öffentliche Plätze, wie etwa der Marktplatz, stehen aus mehreren Gründen auch nicht für diese Art von Veranstaltungen zur Verfügung.“ Allerdings habe sie etwas überrascht von einer Staudenbörse inWermelskirchen-Hünger erfahren, „die aber wahrscheinlich möglich war, weil es sich bei der Wiese um Privatgelände handelt.“

Kathi Hentzschel, Geschäftsführerin des Bergischen Naturschutzvereins in Radevormwald (RBN), bedauert die Absage der Veranstaltung auch deswegen, weil auf der Pflanzentauschbörse noch einmal Unterschriften für die NRW-Volksinitiative zur Rettung der Artenvielfalt gesammelt werden sollten.

Immerhin könne der RBN einen Teilerfolg vermelden: „Wir dürfen an Markttagen, also Mittwoch und/oder Samstag, nach Anmeldung auf wenigen Quadratmetern mit Tischchen, Desinfektionsmittel, Maske und Abstandsregeln unser Infomaterial und die Blätter zur Unterschrift auslegen – bei maximal zwei Personen pro Stand.“ Wann man damit beginnen werde, sei noch in Planung, es komme auch auf das Wetter an. Die Unterschriftensammlung war schleppend angelaufen. Die Trägerin des Rheinlandtalers hofft nun, dass „recht viele Mitbürger die Gelegenheit nutzen, dieser landesweiten Initiative zum Erfolg zu verhelfen.“