Radevormwald: Pfarrerin Kluge dankt den Ehrenamtlern

Radevormwald: Pfarrerin Kluge dankt den Ehrenamtlern

Gestern dankte Pfarrerin Maria Kluge den ehrenamtlichen Mitarbeitern ihrer Gemeinde Dahlerau während einer Feier im Gemeindehaus am Siedlungsweg für ihre Arbeit. Als Präsent überreichte sie Wüstenrosen aus Jerichow an ihre Gäste.

Ein kleines braunes Knäuel, getrocknet und strohig, wirkte zunächst etwas merkwürdig. "Stellt man das Knäuel, die Wüstenrose aus Jerichow, aber in etwas Wasser, so erblüht sie neu zu einem schönen Grün", sagte Pfarrerin Maria Kluge gestern zur Eröffnung der Dankeschönfeier im Gemeindehaus am Siedlungsweg. Mit diesem Geschenk würdigte sie die aufopfernde Arbeit vieler Gemeindemitglieder, die freiwillig viel Zeit und Aufwand in das Gemeindeleben in Dahlerau stecken. "Die Rose ist noch heute tot, aber sie wird wieder zum Leben erweckt", sagte die Pastorin. Sie dankte allen ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihre Arbeit. Nur so könne ein Gemeindeleben in der heutigen Zeit überhaupt noch funktionieren. "Es sind so viele verschiedene Arbeiten, die ich kaum alle aufzählen kann. Die Gemeinde lebt davon", hob sie hervor. Weiter sagte sie, dass eben diese Mithilfe der Ehrenamtlichen der Gemeinschaft ein gutes Gefühl geben könne. "Ich habe meinen Platz in der Gemeinde gefunden. Und das ist gut und wichtig", sagte die Pfarrerin.

Gemeinsam wurde das Lied "Was wir brauchen schenkt uns Gott" angestimmt und anschließend mit Sekt angestoßen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen setzten sich an die große festlich gedeckte Tafel und genossen die Geselligkeit.

Christel und Bernd Figge waren gerne gekommen. "Wir helfen in mehreren Gruppen gerne mit", erzählte das Paar. Es gehört dem Seniorenclub an. "Wir schmücken gerne den Saal zu den verschiedenen Anlässen", sagte Christel Figge. Auch verteilen sie vier Mal im Jahr die Gemeindebriefe im Bereich der Tuchstraße. "Wir erledigen das meist während eines Spazierganges. 45 Adressen gehen wir dabei an, bei Wind und Wetter", sagte Bernd Figge. Zum monatlichen Café Klatsch im Gemeindehaus backt Christel häufig auch einen Kuchen. "Schön, dass wir heute hier dabei sein dürfen", war sich das Paar einig.

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Die Mitglieder des Presbyteriums waren teils mit Lebenspartner gekommen wie auch Mitglieder des Handarbeitskreises, der Frauengruppe, des Seniorenclubs, des Singkreises und der Gruppe "Briefverteiler". Dorit Lauterbach, daheim in gleich mehreren Gruppen, agierte auch gestern in der Organisation der Dankesfeier wie auch in der Küche. Als gute Seele der Gemeinde, zusammen mit Doris Seibert als Café-Feen, war sie mit Ehemann Dieter Lauterbach zur Feier gekommen. "Ich bringe mich gerne in die Arbeit der Briefverteilung ein", erzählte Lauterbach. Er verteile die Briefe an die Boten, was bei der Anzahl von fast 1000 Briefen schon einen hohen körperlichen Einsatz von ihm abverlange.

Auch Andreas Kammer kam zur Feier. "Meine Frau backt für das Café die Kuchen, ich aber bin für die Verzierungen zuständig", scherzte er. Sigrid Kammer ist eine der ersten Bäckerinnen in der Gemeinde, wie auch Margot Schöf. "Heute backe ich nicht mehr Kuchen, aber ich arbeite im Seniorenclub als Kassiererin mit", sagte die engagierte Helferin. Auch mache ihr das Singen im Singkreis große Freude.

Gestern saßen 32 Ehrenamtler und Gäste in gemütlicher Runde nach einem festlichen Gottesdienst zusammen und tauschten sich beim warmen Büffet aus. Für Pfarrerin Maria Kluge war es die letzte Dankeschönfeier vor ihrer Pensionierung. Sie sagte, dass die Jugendarbeit im Gemeindeverbund in Remlingrade für Dahlerau geleistet werde. Einen Besuchsdienst für Geburtstage oder Krankenbesuche gebe es derzeit in Dahlerau nicht.

(sig)