1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Pfarrer der reformierten Gemeinde in Radevormwald feiert Jubiläum

Reformierte Kirchengemeinde in Radevormwald : Dieter Jeschke ist 25 Jahre als Pastor tätig

Großer Festgottesdienst in der reformierten Kirche. Dieter Jeschke feierte mit seiner Gemeinde und Weggefährten sein Ordinationsjubiläum. Viele Gäste richteten beim Empfang Grußworte an den Pfarrer.

Dieter Jeschke ist seit 25 Jahren im Amt als Pfarrer. Genau das feierte er am Sonntag mit seiner Gemeinde, seinen Kollegen, Freunden und seiner Familie. Die reformierte Kirche am Radevormwalder Marktplatz füllte sich zu diesem Jubiläum und das bekräftigte den Pfarrer, der seit fast fünf Jahren in der Stadt auf der Höhe lebt, in seinem Handeln und seinem Glauben. „Mein Glaube an Gott und ihm zu dienen ist der Sinn meines Lebens, und wenn man den Sinn des Lebens gefunden hat, kann sich Lebensfreude entfalten“, sagte er in seiner Predigt. Die basierte auf dem Psalm 100, der mit den Zeilen „Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dienet dem Herrn mit Freuden“ beginnt. Pfarrer Dieter Jeschke nahm Bezug auf diese biblischen Worte und auf das, was die moderne Gesellschaft mit dem Wort dienen assoziiert. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der dienen eine Tätigkeit ist, die weit weg ist und viele Menschen ein Gegner von Hierarchien sind. In der Beziehung zu Gott ist die Hierarchie klar festgesetzt und das bereitet Freude.“

Pfarrerin Christiane Voll, Assessorin des Kirchenkreises Lennep, leitete die Ordinationsvergewisserung für Pfarrer Jeschke ein und richtete ganz persönliche Worte an ihren Kollegen. „Der Ordinationsbogen ist wie ein Regenbogen. Er glänzt in bunten Farben, die für die tollen Erlebnisse und Erfolge stehen. Aber ein Regenbogen braucht auch zarten Regen“, sagte sie. Für Pfarrerin Voll ist die Ordination ein Gefühl, das eine ganz persönliche Erfahrung ist und wie die Taufe ein einmaliges Ereignis darstellt. Zusammen mit Prof. Martin Karrer von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und Bethel sowie Gisela Busch, der Vorsitzenden des Presbyteriums, führte Pfarrerin Voll die Ordinationsvergewisserung durch und segnete Pfarrer Jeschke. Für ihn und die gesamte Gemeinde war dieser Moment, an den sich das Lied „Leben aus der Quelle“ anschloss, bewegend.

Anlässlich des Jubiläums hat Kirchenmusikerin Inga Kuhnert einen Projektchor ins Leben gerufen. Nach nur vier Proben konnten sie und ihr Männerchor mehrere Stücke präsentieren. Mit „Sing Gott dein Leben“ beendeten sie den Gottesdienst mit einem Höhepunkt und übergaben die Leitung an Gisela Busch, die den anschließenden Empfang moderierte.

Die Liste der Grußworte war lang, den Anfang machte Bürgermeister Johannes Mans, dem es wichtig war, persönlich an dem Ordinationsjubiläum teilzunehmen. Er schätzt Pfarrer Jeschke für seine klare Haltung und seinen komplikationslosen Umgang. „Immer, wenn wir uns sehen, ist es herzlich und geradeaus. Das schätze ich, weil es solche Momente zu wenig gibt“, sagte Mans.

An das Rednerpult stellte sich auch Heiner Mokross. Der Freund aus Jugendzeiten reiste 35 Jahre zurück. „Wir sind zwischen Tischtennisplatte und Gebetskreis aufgewachsen und das war eine tolle Zeit. Wir haben Schallplatten gesammelt und tiefgründige Gespräche geführt, an die ich heute noch zurückdenke“, sagte er.

Auch Martin Bäßler aus dem Vikariat in Schöller, Margit Zacharias und Brigitte Schmitt aus der Gemeinde Essen-Heidhausen sowie Bärbel Fischbach aus Ratingen-Hösel erinnerten sich während des Empfangs an die gemeinsame Zeit und die Spuren, die Jeschke hinterließ. Nach den Grußworten und der musikalischen Begleitung durch Veronika Madler und Frauke Lorenz mündete der Nachmittag in Begegnungen bei Kaffee und Kuchen.