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Paveier-Konzert in Radevormwald: Kölsche Weihnacht trifft ins Herz

Paveier-Konzert in Radevormwald : Kölsche Weihnacht trifft mitten ins Herz

Das Konzert mit den Paveiern füllte das Bürgerhaus am Schlossmacherplatz. Unter genau kontrollierten 2G-Regeln wurde es weihnachtlich. Die Kölner Band hatte „Kempes Feinest“ und Sopranistin Constanze Störk mitgebracht.

Es weihnachtete sehr, als die Paveier ihr Publikum am Sonntagabend im Bürgerhaus zur Kölschen Weihnacht begrüßten. Die meisten Menschen, die eine Karte für die traditionelle Veranstaltung gekauft hatten, kamen auch. Nur wenige sagten aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen ab. Die Veranstalter, die Karnevalsgesellschaft „Rua Kapaaf“ und der Kulturkreis Radevormwald, nahmen die Eingangskontrollen am Wochenende ernst. Es wurden Impfausweise und Genesenennachweise samt Personalausweisen kontrolliert, feste Plätze wurden zugewiesen, und die Masken blieben im Saal auf. Ins Bürgerhaus kam am Sonntag niemand ohne das Armband der Veranstaltung.

„Die Einlasskontrollen haben sehr gut funktioniert, alle hatten Verständnis und haben geduldig gewartet. Nur bei einem Besucher gab es bei der Kontrolle des Personalausweises Probleme“, sagt Thomas Lorenz, Gründungsmitglied von „Rua Kapaaf“ und die treibende Kraft für die Kölsche Weihnacht. Mit seinem Team sorgte er für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung – und die Musiker aus Köln starteten mit „Dä Kalender“, „Nit alle Engel han Flüjel“ und „Alles weed joot“ in ihr Programm. Normalerweise wird die Kölsche Weihnacht zusammen mit einem Kinderchor aus Radevormwald oder einer umliegenden Stadt umgesetzt, aber darauf verzichteten die Veranstalter in diesem Winter bewusst.

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Trotzdem kamen die Paveier nicht alleine nach Radevormwald. Für die erste Hälfte des Programms brachten sie die Band „Kempes Feinest“ mit, die mit zwei Liedern überzeugte. Die Paveier wurden musikalisch außerdem während des gesamten Abends von Streichinstrumenten begleitet. Das „Kwartett Latäng“ ist auf kölsche Musik spezialisiert und verlieh dem Abend in Radevormwald einen festlichen Rahmen. Nach der Pause, in der das Publikum in zwei Gruppen aufgeteilt und im Mehrzweckraum sowie im Foyer des Bürgerhauses bewirtet wurde, meldeten sich die Paveier unter Schneegestöber zurück. „Heilich Abend auf dem Dom“ und „Nussknacker“ sind zwei weihnachtliche Klassiker aus Köln, die fest in das Repertoire einer Kölschen Weihnacht gehören.

Das Publikum klatschte und schnippte mit, denn Mitsingen war nicht erlaubt. Die Sopranistin Constanze Störk erhellte den Saal mit ihrer klaren Stimme und den Stücken „Mariä“ und „Ave Maria“. Gefühlvoll zog sie das Publikum in ihren Bann. Besonders das „Ave Maria“ von Franz Schubert löst bei den meisten Menschen weihnachtliche und oft auch nachdenkliche Gefühle aus. Auch der Büttenredner Volker Weininger gehörte zu den Überraschungsgästen der Kölschen Weihnacht. Ihn wollte Thomas Lorenz schon lange nach Radevormwald holen. „Jetzt hat es endlich geklappt, und ich versuche, ihn für das Kunterbunte Bürgerhaus in zwei Jahren zu begeistern“, sagt er.

Die drei weihnachtlichen Zugaben der Paveier trafen das Publikum direkt ins Herz. Am Ende des Konzerts standen alle im Saal und bedankten sich mit viel Applaus bei den Künstlern, für die Auftritte vor Live-Publikum in der aktuellen Krise eine Besonderheit sind.

Die Paveier sollen 2023 für die Kölsche Weihnacht zurück nach Radevormwald kommen. Im Winter 2022 soll es einen adventlichen Abend mit Jürgen B. Hausmann geben.

„Die Rückmeldungen des Publikums waren am Sonntagabend positiv. Sie haben die weihnachtliche Stimmung und die Live-Veranstaltung genossen und haben auch das Hygienekonzept und die genauen Kontrollen begrüßt“, sagt Thomas Lorenz.

Die nächste große Veranstaltung seiner Karnevalsgesellschaft ist das „Kunterbunte Bürgerhaus“ im Februar, das nach aktuellem Stand unter der „2G-plus“-Regel stattfinden muss.