Offene Gartenpforte bei Anne Pieper in Radevormwald

Offene Gartemnpforte : Der Trockenheit im Sommer getrotzt

Der richtige Boden – und schon verlieren die Pflanzen auch in so einem heißen Sommer wie in diesem Jahr nicht mehr Feuchtigkeit als sonst. Das erfuhren die Besucher beim „Tag der offenen Gartenpforte“ bei Anne Pieper in Siepen.

Die Blüten wiegen sich sanft im leichten Wind hin und her. Dabei scheinen sie in ihrer knallig orangeren Farbgebung der vergangenen Hitze und damit verbundener Trockenheit nur so zu trotzen. Kein Blatt weist braune Trockenflecken auf, kein Stiel zeigt sich in gelber Abgestorbenheit. „Die Cosmea ist ein richtiger Hingucker“, freut sich Anne Pieper. Ihre Pflanzen sind es, die in „Siepen“ am Sonntag die vielen Besucher ihres Gartens in prächtiger Leuchtfarbe begrüßen. „Dort drüben stehen die Cosmea in Weiß und auch weiter hinten in Rosa. Doch die Orangefarbenen sind mir die liebsten“, schwärmt die Gartenbesitzerin.

Überhaupt ist ihr Garten in einem erstaunlich buntem Kleid. Offensichtlich hat sich das viele Gießen in den letzten Wochen ausgezahlt. Doch die diplomierte Gartendesignerin stellt schnell klar, dass sie nicht dauernd zu Kannen oder Wasserschläuchen gegriffen hat. „Bei weitem nicht. Ich habe natürlich gegossen, aber nicht mehr als in einem normalen Sommer“, erzählt sie. Einmal seien viele Gartenpflanzen robuster als gedacht und weiter haben diese ein gesundes Wurzelwerk, dass selbstständig tief im Erdreich nach Feuchtigkeit suche.

„Entscheidend aber ist, dass ich den Boden mulche“, so Anne Pieper. Rasenschnitt, Blätter und alte Blüten mischt sich zu einem feinen Streugut. Damit bedeckt sie das Erdreich um die einzelnen Pflanzen mit dem Ergebnis, dass dieses schön feucht bleibt. „Ich kann für das Mulchen des Bodens nur Werbung machen. Der Mulch hält die Feuchtigkeit schön im Boden, was wiederum die Pflanzen dankbar entgegennehmen und herrlich blühen. Aus dem Mulch wird gute Humuserde“, so Anne Pieper.

Am Sonntag hatte sie für Besucher erneut ihre „Gartenpforte“ geöffnet. Die Besucher durften sich frei in dem 2500 Quadratmeter großen terrassenförmig angelegten Garten bewegen. Überall standen blühende Stauden und Kleinpflanzen, die sich im aktuellen Blütenstand zeitlich vorgezogen präsentierten. Die „Rudbeckia“ zeigte sich im Sonnenblumen ähnlichen Kleid, und die Helenium, auch Sonnenbraut genannt, in kräftigen Gelbtönen. Die Skoposen wurden von zahlreichen Schmetterlingen besucht und auch der „Teufelsbiss“ zeigte das Interesse von Bienen.

Viele Pflanzen im Garten von Anna Pieper tragen das Gütezeichen, besonders insektenfreundlich zu sein. Hier war besonders die Katzenminze von dem nützlichen Kleingetier sehr besucht. „Ich achte immer darauf, Wildpflanzen und reine Gartenpflanzen abwechselnd zu setzen“, gab Anne Pieper preis. Dies sorge für eine reichhaltige Abwechslung im Blüten- und Farbenspiel in den Beeten.

Eine Ecke ihres Areals ist der Blumenzucht gewidmet. Gartenpflanzen querbeet stehen da in Töpfen als zartes „Junggemüse“. Dies gilt es, nun groß und kräftig zu ziehen. „Diese Blumenkultur musste ich natürlich in den vergangenen Wochen sehr fleißig gießen, damit die Pflänzchen überleben konnten“, so Anne Pieper. Die Besucher konnten sich an der Blütenpracht erfreuen, auf Gartenbänken Kuchen und Kaffee genießen und auch am Gartenrand die Hühnerschar und die Mini-Schafherde der Gartenbesitzerin an diesme Sonntag in Siepen beobachten.

Mehr von RP ONLINE