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Önkfeld feiert für die Umwelt

Thema Erntedankfest 2019 in Radevormwald : Önkfeld feiert für die Umwelt

Das diesjährige Erntedankfest war trotz Regen ein Erfolg. Auf dem Zug machten sich die Dorfbewohner für den Klimaschutz stark.

Nach dem Auftakt des Erntedankfestes am Samstagabend versammelten sich die Dorfbewohner aus Önkfeld am Sonntag unter freiem Himmel. Der Regen hielt die Teilnehmer nicht auf. Zusammen mit unzähligen Besuchern aus der Innenstadt und benachbarten Dörfern setzten die Dorfbewohner das Fest unter der Herrschaft der neuen Erntekönigin fort. Der große Festumzug am Sonntagnachmittag ist jedes Jahr der Höhepunkt des Erntedankfestes, bei dem die Dorfgemeinschaft Önkfeld sich für die Landwirtschaft und ihre Erträge bedankt. Dieses Jahr lautete das übergeordnete Thema „Altes erhalten, Neues gestalten“.

Traditionell startete der Sonntagnachmittag auf der Wiese in Önkfeld mit dem Bändertanz, der von der Dorfjugend einstudiert wird. Im Anschluss huldigten die Mädchen und Jungen die neue Erntekönigin Mona Osenberg und ihren Prinzessinnen Tanja Hübel und Sandra Wüster.

Bevor sich der Umzug in Bewegung setzte, präsentierten sich die Teilnehmer und ihre aufwendig dekorierten Wagen auf der Festwiese. Mit 28 Wagen gehört der Erntedank-Umzug in Önkfeld zu den größten im Bergischen Land.

Die Erntekönigin konnte nicht wie gewohnt mit ihrem Gefolge auf der Kutsche mitfahren, denn dazu regnete es zu stark. Stattdessen stieg Mona Osenberg auf den Käsewagen ihrer Familie auf. „Kommt die Milch nicht von der Masse, schmeckt der Käse wieder klasse“ war das Thema des Wagens. Der Trecker wurde für die neue Königin mit einer großen Krone dekoriert, die auch von Weitem klar zu erkennen war.

Imposant war der Erntewagen des Chores Serenita Önkfeld, der mit Getreide und Gemüse geschmückt war. Unter dem Motto „Kochen im Wandel der Zeit“ nahm die Gymnastikgruppe der Dorfgemeinschaft an dem Umzug teil. Ulla Bornewasser und ihre Freundinnen zeigten alle Facetten aus der Küche. Vom klassischen Kochen bis zum Vollautomaten. „Das Erntedankfest ist für uns jedes Jahr ein fester Termin und zwar auch bei Regen“, sagte Bornewasser.

Einen wichtigen Trend griffen Jörg Wüster und Georg Brüser-Pieper auf. Beide waren mit rollenden Insektenhotels unterwegs. Nicht nur sie und ihre Begleiter, sondern auch andere Gruppen machten gestern auf die Umwelt und die Bedeutung der Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam. Inspiriert von der „Fridays For Future“-Bewegung und den Diskussionen rund um den Klimawandel riefen die Dorfbewohner zu mehr Nähe zur Natur auf. „Die Natur ist heute ein wichtiges Thema für alle Teilnehmer“, moderierte Jürgen Fischer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft den Zug.

Friso Holberg und die „Brunselbacher“, alle Bewohner einer Ortschaft in der Nähe des Brunsbaches, vertraten das Motto „Wer Wind sät, wird Strom ernten“. Ihr beeindruckender Wagen zeigte eine alte Windmühle und ein modernes Windrad. Der Bezug zum Erntedankfest und erneuerbare Energien war der Gruppe wichtig. Auf erneuerbare Energien setzte außerdem die Dorfgemeinschaft Filde.  Auch die „Önkis“ feierten unter der Leitung von Klaus Osenberg für den Klimawandel.

Die Feuerwehreinheit aus Önkfeld machte auf sich selber aufmerksam. „Feuerwehr erhalten, Neues gestalten“ setzte ein Augenmerk auf die Bedeutung des Ehrenamtes in Radevormwald und die Sicherheit der Stadt.

Für Stimmung und Vielfalt waren die Karnevalisten verantwortlich. Sowohl die Karnevalsgesellschaft „Rua Kapaaf“, als auch die RKG waren vertreten. Um 14 Uhr ließ der Regen langsam nach und die Wagen setzten sich vorsichtig in Bewegung. Der Sonntag endete mit einem Beisammensein sowie einer DJ-Party im Festzelt.