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Oberbergischer Kreis will Nachbarschaftshilfe und Nahversorgung stärken

Oberbergischer Kreis : Hilfe für Nachbarschaftshilfe und Nahversorgung

Der Oberbergische Kreis ruft Initiativen auf, sich beim Förderprogramm „Schnelle Hilfe für helfende Hände auf dem Land“ zu melden. Der mögliche Förderbetrag liegt zwischen mindestens 2000 und maximal 8000 Euro.

Nachbarschaftshilfe und Nahversorgung sind gerade während der Corona-Pandemie von großer Bedeutung. Im ländlichen Raum ist es für hilfebedürftige Menschen, wie Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen sowie Menschen in sozial schwierigen Lebensverhältnissen häufig schwierig, sich mit Lebensmitteln zu versorgen. „Deshalb setzen wir uns gerne im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens für ehrenamtlich in der Nahversorgung Tätige ein, um ihnen finanzielle Unterstützung für ihre Hilfsdienste zukommen zu lassen“, sagt Landrat Jochen Hagt. Der Oberbergische Kreis weist deshalb auf das Förderprogramm „Schnelle Hilfe für helfende Hände auf dem Land“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hin. Darüber werden insbesondere ehrenamtliche Initiativen in ländlichen Regionen unterstützt, die sich zum Beispiel in der nachbarschaftlichen Lebensmittelversorgung – wie Dorfläden oder die Tafeln – engagieren.

Förderfähig sind Ausgaben in den folgenden Bereichen:

● Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Mitgliedern und deren Kontaktpersonen dienen

● Neuanschaffungen, Beauftragungen und Fahrtkostenerstattungen für Maßnahmen, die Transportleistungen zur Sicherstellung der Nahversorgung, insbesondere mit Lebensmitteln, sowie Mobilitätsaufwendungen auf Seiten der Mitglieder der Initiativen betreffen

● Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die die Zusammenarbeit von Mitgliedern der Initiative untereinander und mit Kontaktpersonen mit Hilfe einer digitalen Ausstattung der Initiative verbessern.

„Die vielen ehrenamtlichen Initiativen im Oberbergischen Kreis tragen dazu bei, unsere ländliche Region als attraktiven Lebensraum zu erhalten. Ich appelliere daher an die Initiativen, die sich ehrenamtlich für die Nahversorgung einsetzen, sich am Bewerbungsverfahren um Fördergelder zu beteiligen“, sagt Landrat Jochen Hagt. Aufgerufen sind Vereine, gemeinnützige GmbHs, öffentliche-rechtliche Religionsgemeinschaften, Stiftungen und genossenschaftlich organisierte Dorfläden und Dorfgaststätten.

Der mögliche Förderbetrag liegt zwischen mindestens 2000 und maximal 8000 Euro. Interessenbekundungen sind bis zum 12. Juli über ein Online-Formular bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) möglich. Die Interessenbekundungen werden an die jeweiligen Landkreise weitergeleitet, in denen die Maßnahmen durchgeführt werden. Die Kreise bestätigen der BLE die Initiativen, die in dem genannten Bereich tätig sind und grundsätzlich die notwendigen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen. Anschließend werden die zulässigen Initiativen vom Projektträger zur Antragstellung aufgefordert.