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Oberbergischer Kreis will Corona-Tests nun als "Drive in" anbieten

Corona-Pandemie im Oberbergischen Kreis : Kreis will nun Corona-Tests als „Drive in“ anbieten

Zwei Container sind in der Nähe des Kreishauses in Gummersbach im Rahmen verstärkter Schutzmaßnahmen aufgebaut worden. Die Bürger müssen nicht extra aussteigen.

Während das Infektionsgeschehen im Oberbergischen Kreis seit Mitte Juni für einige Wochen abflachte, gab es andernorts sogenannte „Hot Spots“. Regional verstärkte Corona-Schutzmaßnahmen waren die Folge der lokalen Ausbruchsgeschehen.

„Ein solches Szenario wünschen wir uns alle nicht. Wir müssen aber auf ein mögliches Ausbruchsgeschehen vorbereitet sein. Der Oberbergische Kreis hat deshalb Vorsorge getroffen, um die Testkapazitäten in einer solchen Situation kurzfristigen zu erhöhen“, sagt Landrat Jochen Hagt.

Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises betrieb bisher eine Teststrecke in leerstehenden Räumlichkeiten der Kreisverwaltung. Aktuell laufen die Vorbereitungen für einen „Drive In“. Dafür wurden zwei Container auf einem Parkplatz in der Nähe des Kreishauses aufgestellt. Sie dienen zur Unterbringung der Arbeitsmittel, die für Anmeldung und Abstrich benötigt werden. Am Dienstag wurde eine Überdachung zwischen den Containern errichtet, damit die Tests bei jedem Wetter durchgeführt werden können.

„Die Bürger fahren künftig mit ihrem Privatwagen auf den Parkplatz und werden durch das heruntergelassene Autofenster abgestrichen“, erklärt Landrat Jochen Hagt das Prinzip. Das geht schnell und minimiert den Kontakt zwischen eingesetztem Personal und den Personen, die einen Abstrich-Termin beim Gesundheitsamt haben. „Die einzige Berührung ist dann das Wattestäbchen mit dem der tiefe Nase- und Rachenabstrich genommen wird“, sagt Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises.

Neben dem fest verorteten „Drive In“ in Gummersbach wurden die Voraussetzungen für bis zu drei mobile „Drive In“-Stationen geschaffen. Auch diese werden mit dem Auto angefahren.

Sollte es ein Ausbruchsgeschehen geben, werden die Stationen möglichst in örtlicher Nähe zum Ausbruch eingerichtet. „Hierfür können wir auf die Unterstützung durch das Deutsche Rote Kreuz und den Malteser Hilfsdienst bauen“, so Landrat Jochen Hagt.

Die Hilfsorganisationen bauen die Stationen auf und führen zudem unter Anleitung des Gesundheitsamtes die Abstriche durch. In allen Teststrecken, die das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises einsetzt, werden nur Personen getestet, die vorher einen Termin erhalten haben. „Wir testen nach festgelegten Kriterien. Die Indikation stellt eine Ärztin oder ein Arzt des Gesundheitsamtes“, sagt Kaija Elvermann.

www.obk.de/coronavirus

(s-g)