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Oberbergischer Kreis will 14 neue Stellen zur Pandemie-Bekämpfung schaffen

Bekämpfung der Pandemie : Oberbergischer Kreis will wegen Corona-Krise 14 neue Stellen schaffen

Vor allem im Kreisgesundheitsamt sollen die neuen Mitarbeiter eingesetzt werden. Bewährt bei der bisherigen Bekämpfung der Pandemie habe sich allerdings auch der Einsatz von Veterinären – sie kennen sich beim Thema Infektionsschutz aus.

Die Verwaltung des Oberbergischen Kreises will kurzfristig und überplanmäßig 14 neue Stellen schaffen, um künftig gegen Pandemien wie das Coronavirus noch effizienter vorgehen zu können. Darüber sollen der Kreisausschuss am 1. Oktober und der Kreistag am 8. Oktober beraten.

In der Vorlage zum Ausschuss erläutern Landrat Jochen Hagt und Kreisdirektor Klaus Grootens, dass die Bekämpfung des Virus im Kreis vor allem durch die konsequente Nachverfolgung von Kontaktpersonen bislang gelungen ist. Dafür sei allerdings Personal aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung abgezogen und als Unterstützung im Kreisgesundheitsamt eingesetzt worden.

Auch Ärzte des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes wurden eingesetzt, was sich sehr bewährt habe, denn diese Fachkräfte kennen sich beim Thema Infektionsschutz gut aus. Ein Glücksfall in dieser Situation sei die Tatsache gewesen, dass die Kommunen im Rahmen der Ordnungspartnerschaften auf Initiative des Kreises ihr Personal beim Ordnungsdienst spürbar verstärkt hätten. Eine solche Partnerschaft gibt es beispielsweise auch in Radevormwald mit dem hiesigen Ordnungsdienst.

Eine Unterstützung aus anderen Ämtern sei freilich nicht dauerhaft möglich, resümiert die Kreisverwaltung. Aus diesem Grund sollen nun die genannten 14 Stellen geschaffen „und so schnell als möglich“ besetzt werden, heißt es in der Vorlage. Außerdem solle schon jetzt eine verbindliche Entscheidung zur Fortführung der erwähnten Ordnungspartnerschaften getroffen werden, damit die Kommunen die nötige Planungssicherheit hätten und gegebenenfalls Arbeitsverhältnisse entfristen könnten.

Die 14 neuen Stellen sollen überwiegend im Gesundheitsamt, aber auch im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt entstehen. Darunter wird es auch eine Stelle zum „Pandemiemanagement“ geben.

Die Verwaltung schätzt die zusätzlichen Brutto-Personalkosten auf rund 980.000 pro Jahr. Für die Fortsetzung der Ordnungspartnerschaften wird wie in der Vergangenheit ein Betrag von 675.000 Euro im Jahr kalkuliert.