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Oberbergischer Kreis verlängert Notbremse bis 24. Mai

Kampf gegen die Corona-Pandemie : Oberbergischer Kreis verlängert die Notbremse um drei Wochen

Neu hinzu kommt die FFP2-Maskenpflicht an jenen Orten, wo Tests stattfinden. Das Infektionsgeschehen hat sich inzwischen vor allem auf die jüngeren und mittleren Altersgruppen verlagert. Die meisten Ansteckungen finden im privaten Rahmen statt.

Der Oberbergische Kreis verlängert seine aktuellen Bestimmungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie um drei weitere Wochen. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagmittag mit. Seit dem 24. April gilt auch im Oberbergischen die bundeseinheitliche Corona-Notbremse. Die Verlängerung wird nun bis einschließlich dem 24. Mai gelten.

Neu hinzu kommt ab Montag, 3. Mai, im Kreis nun die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske bei der Bürgertestung. „Getragen werden müssen Masken des Standards FFP2 oder eines höheren Standards jeweils ohne Ausatemventil oder vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95)“, heißt es in der Verfügung. Die Maske darf nur noch für den Abstrich abgenommen werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder unter sechs Jahren.

„Es muss weiterhin unser gemeinsames Ziel sein, Infektionsketten zu unterbinden und das Infektionsgeschehen abzuflachen. Nur wenn die 7-Tage-Inzidenz unter die Schwellenwerte sinkt, sind wieder Lockerungen möglich“, wird Landrat Jochen Hagt zitiert. Die Auslastung der Kliniken sei in der Region nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Die ergriffenen Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und Kreisebene zielten alle darauf ab, Kontakte und Ansteckungsquellen zu reduzieren: „Wir alle können mit unserem Verhalten dazu beitragen, Infektionsketten nicht entstehen zu lassen. Nach all den Monaten, die wir nun schon mit der Pandemie leben müssen, fällt es schwer, weiterhin Verzicht zu üben und die notwendigen Kontaktbeschränkungen zu beachten. Wir dürfen in unseren Bemühungen aber trotzdem nicht nachlassen. Das Virus verzeiht uns keine Ausnahmen oder Pausen.“

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 Aktuell sind laut dem Kreisgesundheitsamt besonders die jüngeren bis mittleren Altersgruppen von Infektionen betroffen. Die nachvollziehbaren Ansteckungsketten gingen in großen Teilen auf den privaten Bereich zurück. Die Infektionen würden von dort in andere Bereiche getragen, beispielsweise in Betriebe und auch in Pflegeeinrichtungen. „Durch den Distanzunterricht an den Schulen und die stark eingeschränkte Betreuung in den Kindertageseinrichtungen ist die Anzahl der Infektionen in diesen Bereichen gesunken“, stellt die Kreisverwaltung fest.

Die britische Virusmutante B.1.1.7. verbreitet sich derzeit verstärkt in jüngeren Altersgruppen. Sie ist deutlich ansteckender als die bisherige Variante. „Schon bei einem kurzen Treffen können sich mehr Menschen infizieren, als dies beim Wildvirus der Fall ist. Umso wichtiger ist es, dass sich diejenigen impfen lassen, die bereits dran sind. Nämlich das Pflegepersonal in den Einrichtungen und all diejenigen, die nah am Menschen arbeiten, wie zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher“, erklärt Kaija Elvermann, die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

(s-g)