Oberbergischer Kreis Wie eine App die Integration erleichtert

Oberberg · Für Zugewanderte ist der Start in Deutschland oft nicht leicht, vor allem bei noch mangelnden Sprachkenntnissen. Mit „Integreat“ setzt der Kreis nun auf eine App zur besseren Orientierung.

Die neue App – hier die Version der Stadt Rheinberg.

Die neue App – hier die Version der Stadt Rheinberg.

Foto: Fischer, Armin (arfi)/Fischer, Armin (afi)

Wer neu in den Oberbergischen Kreis kommt, muss sich erst einmal zurechtfinden. Das ist besonders herausfordernd für Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschen. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) freut sich daher, die mehrsprachige App „Integreat“ an den Start bringen zu können.

Welche Beratungsstellen gibt es? An wen wende ich mich, wenn ich einen Sprachkursus besuchen möchte? Und wofür ist welche Behörde eigentlich zuständig? Solche und viele weitere Fragen stellen sich Neuzugewanderte, wenn sie im Kreis ankommen. Die App „Integreat“ bietet hier eine Übersicht und das in derzeit zwölf Sprachen: Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch.

„Wir freuen uns, dass wir mit ,Integreat‘ eine schnelle und einfache Übersicht für den Oberbergischen Kreis anbieten und die Orientierung in der Region verbessern können“, sagt Sarah Krämer, Leiterin des KI. Das Kommunale Integrationszentrum befüllte in den vergangenen Wochen die App mit regionalen Informationen und übersetzte sie anschließend in die für den Oberbergischen Kreis relevantesten Sprachen. „Die App kann laufend aktualisiert und erweitert werden, weitere Inhalte und Sprachen sind bereits angedacht und werden hinzukommen“, erklärt Daniela Bel, die zusammen mit Nicole Meißner das Projekt beim Kreis betreut. Auch lokale Veranstaltungen und Angebote können aktualisiert und eingepflegt werden. Integreat kann sowohl in der Web-Ansicht unter www.integreat.app/obk oder als App auf dem Handy genutzt werden. Die Informationen können als PDF exportiert und ausgedruckt werden. Auch eine Offline-Nutzung der App ist möglich.

Entwickelt wurde die App durch die Digitalfabrik „Tür an Tür“ und wird zwischenzeitlich von fast hundert Kreisen und Kommunen bundesweit eingesetzt. Sie kann von den gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

(s-g)
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