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Oberberg: Mehr Sozialpädagogen an Grundschulen im Kreis

Bildung im Oberbergischen Kreis : Mehr sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen

Das Staatliche Schulamt zeigt sich erfreut, dass mit dem neuen Schuljahr weitere Stellen für die Begleitung von Kindern in den Grundschulen eingerichtet werden konnten. In den vergangenen fünf Jahren wurden 38 Stellen neu besetzt.

Das staatliche Schulamt Oberbergischer Kreis freut sich, dass besonders in diesem Schuljahr noch einmal die Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in den Grundschulen mit zwölf Mitarbeitenden deutlich ausgeweitet werden konnten. 38 Stellen wurden in den letzten fünf Jahren neu besetzt.

An nahezu allen Grundschulen im Kreis arbeiten mittlerweile sozialpädagogische Fachkräfte im Team mit den Lehrkräften. Sie unterstützen vor allem Kinder im Übergang von Kindertagesstätte zur Grundschule und in der Schuleingangsphase. Sie bieten Förderung für einzelne Kinder und Gruppen an und begleiten die Lehrer im Unterricht. Wenngleich die sozialpädagogischen Fachkräfte nicht selbstständig unterrichten dürfen, sind sie Teil des Kollegiums. Wie alle Lehrkräfte haben sie 28 Stunden „am Kind“ zu leisten: Sie unterstützen beispielsweise bei der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, nehmen an Schulkonferenzen teil, gestalten das Schulleben mit und führen Aufsicht.

„Die sozialpädagogischen Fachkräfte im Oberbergischen Kreis sind eine große Bereicherung für unsere Grundschulen und wir freuen uns über die enorme Stärkung der Übergangsgestaltung für die Kinder von der Kindertagesstätte zum Schuleintritt“, sagt Landrat Jochen Hagt.

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Begleitet werden die Mitarbeitenden dabei durch die Expertise der Fachberaterin im Inklusionsbüro des staatlichen Schulamtes Eva Pechmann.

„Die Grundschulen sind Gesamtschulen im Kleinen und müssen sich der besonderen Herausforderung stellen, allen Kindern bei Bedarf das richtige individuelle Angebot der Förderung zukommen zu lassen. Vor Jahren wurde häufig erst mit Schulanfang des Kindes damit begonnen, Maßnahmen zu dessen Förderung anzubieten. Heute begleiten die sozialpädagogischen Fachkräfte die Kinder im Übergang und schaffen Strukturen, um die Maßnahmen, die bereits in den Kindertagesstätten eingeleitet wurden weiter zu führen und zu vertiefen. So sind die sozialpädagogischen Fachkräfte auch hier im Rahmen der Schuleingangsphase begleitend mit tätig und gestalten so den fließenden Übergang“, erläutert Schulamtsdirektorin Gabriele Zimmermann.

Um die wichtige Arbeit vor Ort zu unterstützen, stellt das staatliche Schulamt Oberbergischer Kreis allen sozialpädagogischen Fachkräften eine umfangreiche Materialbox zur Verfügung. Die Box beinhaltet vor allem Materialien, um direkt mit der Förderung beginnen zu können. Der Grundgedanke ist, dass Kinder in ihrer Entwicklung von klein auf vielfältige spielerische Anreize benötigen. Altbekannte und neue Spiele und Materialien bieten den Kindern Spaß und eine Fülle an Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten. Daher finden sich in der Box etwa Gummitwist und Strickgabel, Bücher zum Werken und Falten, Spiele für die Gemeinschaft, Knete und Kartenspiele.

(s-g)