Fördergelder vom Bund für Oberberg Millionenförderung für besseren Nahverkehr im Kreis

Oberberg · Der Kreis hatte sich mit seinem Projekt „„OFT! – Oberberg fährt im Takt!“ erfolgreich für die Förderung des Bundesverkehrsministeriums beworben. OVAG-Chefin Corinna Güllner sieht eine „enorme Chance“.

Besseren Service und Betrieb will die OVAG bald bieten.

Besseren Service und Betrieb will die OVAG bald bieten.

Foto: Stefan Gilsbach

Kurz vor Jahresende erhielten der Oberbergische Kreis und OVAG erfreuliche Nachrichten: Aus dem Förderprogramm „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur fließen in den kommenden drei Jahren mehr als zehn Millonen Euro in den Oberbergischen Kreis. Das Förderprogramm des Bundes hat das Ziel, CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres ÖPNV-Angebot zu verringern. Zur Aufnahme in das Programm musste ein mehrstufiges Verfahren durchlaufen werden. Am Ende setzten sich in dieser Förderrunde aus 57 eingereichten Projektskizzen bundesweit sieben Projekte durch. Das Projekt mit dem Titel „OFT! – Oberberg fährt im Takt!“ des Oberbergischen Kreises und der OVAG gehört zu insgesamt vier ländlichen Regionen, die als Modellprojekt ausgewählt wurden. Die geplanten Gesamtausgaben für die Maßnahmen im Oberbergischen Kreis belaufen sich auf rund 13,3 Millionen Euro. Die Förderquote beträgt 80 Prozent.

Der Projektschwerpunkt liegt auf Angebotsverbesserungen im ÖPNV sowie ergänzenden multimodalen Angeboten im ÖPNV-Bediengebiet zwischen Gummersbach und Remscheid-Lennep. Im Zuge der Neustrukturierung der Buslinie 336 zur Bedienung der Hauptachse und der ergänzenden Feinerschließung durch Ortslinien sollen modellhafte und innovative Angebote des ÖPNV für den gesamten Norden des Kreises ermöglicht werden. Vorgesehen sind Kombinationen unterschiedlicher ÖPNV-Bedienformen sowie Angebote für die „letzte Meile“. Diese Maßnahmen liegen in der Verantwortung des Kreises als Aufgebenträger. Ergänzt wird der Ausbau durch einzelne Maßnahmen zur Verbesserung der Service- und Betriebsqualität sowie der Vertriebstechnik. Diese Maßnahmen liegen in der Verantwortung der OVAG.

Landrat Jochen Hagt erklärt dazu: „Die geplanten Angebotsverbesserungen im Nordkreis und die weiteren Maßnahmen bedeuten einen deutlichen Qualitätssprung für den ÖPNV im Kreisgebiet. Damit wollen wir den Menschen in unserer Region ein attraktives Mobilitätsangebot bieten und unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.“ OVAG-Geschäftsführerin Corinna Güllner bezeichnet das Programm als „enorme Chance“, aber auch als große Herausforderung.

(s-g)
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