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Oberberg: Finanzamt gibt Azubis Tipps zur Steuererklärung

Finanzamt in Wipperfürth : Steuererklärung oder nicht? Finanzamt gibt Azubis Tipps

Azubis müssen sich darum kümmern, dass ihr Arbeitgeber die Identifikationsnummer erhält. Im ersten Lehrjahr dürfte bei den meisten noch keine Steuerpflicht anfallen.

Für viele Schulabgänger beginnt in diesen Wochen das Berufsleben. Mit dem ersten eigenen Gehalt kommen nicht selten Fragen rund um das Thema Steuern auf. Eva Wochner, Leiterin des Finanzamts Wipperfürth, gibt Antworten und Tipps. „Grundsätzlich müssen auch Auszubildende Steuern zahlen. In der Praxis ist es jedoch so, dass insbesondere im ersten Ausbildungsjahr häufig noch gar keine Steuern anfallen“, erläutert Wochner. Ein lediger Auszubildender darf derzeit monatlich etwas mehr als 1000 Euro verdienen, bevor Lohnsteuer fällig wird. Wenn ein Auszubildender so viel verdient, dass er Steuern zahlen muss, sorgt sich der Arbeitgeber darum, dass die Beträge an die richtige Stelle fließen.

Auszubildende müssen dem Arbeitgeber ihre elfstellige steuerliche Identifikationsnummer, ihr Geburtsdatum und die Information mitteilen, ob es sich um ein Haupt- oder Nebenarbeitsverhältnis handelt. Auf diesem Wege weiß der Arbeitgeber, in welcher Höhe Lohnsteuer einzubehalten und abzuführen ist. Wer seine steuerliche Identifikationsnummer nicht kennt oder vergessen hat, kann diese beim Bundeszentralamt für Steuern (www.bzst.de unter Privatpersonen/steuerliche Identifikationsnummer/Wie komme ich an meine IdNr) anfordern. Eine separate Steuererklärung müssen Auszubildende in der Regel nicht abgeben. „Wurden monatlich Steuern einbehalten, kann es sich für Auszubildende aber lohnen, nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Damit kann sich der Auszubildende zu viel gezahlte Steuern wiedererstatten lassen“, sagt Wochner. Denn auch Auszubildende können in ihrer Steuererklärung insbesondere beruflich veranlasste Ausgaben geltend machen. Ohne weitere Angaben zieht das Finanzamt automatisch eine Pauschale von 1000 Euro für Werbungskosten ab, die bereits bei der Einbehaltung der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber berücksichtigt wird. Wer höhere Kosten hat, sollte diese angeben – wie Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte und zur Berufsschule, Bewerbungskosten, Aufwendungen für Fachliteratur und Schreibmaterialien. Wer erhöhte Werbungskosten, wie Fahrtkosten im Rahmen der Ausbildung hat, muss nicht bis zur Abgabe der Steuererklärung warten. Hier besteht die Möglichkeit, sich Freibeträge eintragen zu lassen. So wird monatlich weniger Lohnsteuer vom Arbeitgeber einbehalten. Dafür ist dann zwingend eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

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Eltern haben für volljährige Kinder weiter Anspruch auf Kindergeld und können von Freibeträgen Gebrauch machen, solange sich diese in der ersten Berufsausbildung befinden und das 25. Lebensjahr nicht vollendet haben.

(s-g)