Oberberg: Alkohol schadet ungeborenen Kindern

Frühe Hilfen auch für Radevormwald : Ausstellung über Schwangerschaft und das Alkoholsyndrom

Unter dem Titel „Schwanger ohne Alkohol!“ machen Veranstaltungen im Oberbergischen Kreis zwischen dem 9. September und 10. Oktober präventiv auf die Erkrankung „Fetale Alkoholspektrumstörung“ bei Kindern aufmerksam.

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Folgen mit Behinderung beim ungeborenen Kind führen. Jährlich werden bis zu 4000 Mädchen und Jungen mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) geboren. Die Dunkelziffer liegt viel höher. Diese Schädigung entsteht nur durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Unter dem Titel „Schwanger ohne Alkohol!“ machen Veranstaltungen im Oberbergischen Kreis zwischen dem 9. September und 10. Oktober präventiv auf die Erkrankung aufmerksam. Zur Auftaktveranstaltung am Montag, 9. September – dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes – lädt die Schwangerschaftsberatung esperanza mit der Suchthilfe der Kreis-Caritas ein. Von 16 bis 18 Uhr finden im Südfoyer der Halle 32 in Gummersbach Aktionen und die Prämierung eines Malwettbewerbs statt. Fachleute klären auf und beantworten Fragen.

Am Mittwoch, 2. Oktober, ab 13 Uhr findet in der Aggerhalle in Gummersbach-Dieringhausen ein kostenfreier Fachtag zum Thema „FASD im frühkindlichen Alter“ statt. Im Mittelpunkt stehen zwei Vorträge: Gisela Michalowski, Vorsitzende von FASD Deutschland, referiert über den Alltag von betroffenen Kindern. Dr. Nicola Coenen-Englert, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, hat sich auf die Diagnostik im frühkindlichen Alter spezialisiert. Anmeldungen per E-Mail: fruehe-hilfen@obk.de

Das Kreis-Gesundheitsamt zeigt vom 1. bis 10. Oktober im Foyer des Kreishauses die Ausstellung „Wenn schwanger, dann ZERO!“. Die Ausstellung ist selbsterklärend. Sie informiert interaktiv und erlebnisorientiert über Schwangerschaft, Alkohol und das fetale Alkoholsyndrom. Im Mittelpunkt steht ein begehbares Kuppelzelt, das aus der Perspektive des Kindes 40 Wochen Schwangerschaft erlebbar macht. Außerhalb des Zeltes befinden sich interaktive Touchscreen-Stationen.

Die Ausstellung richtet sich an alle Interessierten. Schulen und Gruppen müssen sich anmelden. Für sie besteht die Möglichkeit eines pädagogischen Begleitangebots. Das übernehmen die Präventionskräfte der Fachstelle für Suchtvorbeugung im Oberbergischen Kreis, Anna Tomas (Caritas-Suchthilfe) und Irmgard Hannoschöck (Diakonie im Kirchenkreis Lennep). Anmeldungen unter Tel. 02261 885343, E-Mail: iris.huegel-bruchhaus@obk.de
www.wenn-schwanger-
dann-zero.de

(rue)
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