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Neues WC an Oststraße in Radevormwald kostet 200.000 Euro

Radevormwalder Stadtrat entscheidet einstimmig : Neues WC an der Oststraße kostet 200.000 Euro

Der Radevormwalder Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die Sanierung und den Einbau einer Behindertentoilette ausgesprochen.

Der Beschluss war einstimmig: Der Rat der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung außerplanmäßig 200.000 Euro für die Sanierung der WC-Anlage an der Oststraße bereitgestellt. Gedeckt werden die Kosten über das Investitionsprojekt Straßenbau Karthausen. Die Verwaltung erhielt den Auftrag aus der Politik, das Projekt nach der „Variante 3“ öffentlich auszuschreiben, zu vergeben und durchzuführen.

Diese Variante sieht vor, dass der Zuschnitt der kompletten Anlage verändert wird – inklusive Sanierung und Einbau einer Behindertentoilette mit wartungs- und zerstörungsarmen Materialien und Sanitäreinrichtungen.

Die Pläne zeigen, dass es künftig zwei WC-Kabinen mit Handwaschsäulen und Spiegel gibt sowie eine Urinalkabine mit drei Urinalen mit Schamwänden, Handwaschsäule und Spiegel im Herrenbereich. Die barrierefreie Kabine im Innenraum (hier findet auch ein Wickeltisch seinen Platz) ist über barrierefreie Edelstahltüren zugänglich. Der barrierefreie Zugang von außen erfolgt ebenfalls über eine Edelstahltür. Hinzu kommt laut Verwaltung eine Edelstahlausstattung auf einem Vorwandsystem, HPL-Trennwände, Kunstharzboden, zwei Bodenabläufe, großformatige, weiße Wandfliesen, Spiegel, Handwaschsäule, LED-Beleuchtung, Bindenbehälter Papierspender und Mülleimer.

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Variante 1 umfasste lediglich die reine Sanierung der vorhandenen WC-Anlage mit Fliesen und sanitären Einrichtungen – Kosten: 60.000 Euro, die Variante 2 die Sanierung und den Einbau einer Behindertentoilette, zwei Einzel WCs sowie ein Urinalraum und nur ein barrierefreier Eingang von der Oststraße – Kosten: 110.000 Euro.

Die AL kritisierte in der Ratssitzung, dass die neuen Toiletten nicht geschlechterlos gestaltet werden. Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, verwies auf die ablehnende Haltung im Bauausschuss, dort sei eine gendergerechte Toilette (unisex) für alle Geschlechter mehrheitlich abgelehnt worden. Vom Platz würde diese Lösung auch sehr eng. Schließlich müsse es auch künftig einen Technikraum innerhalb der Toilettenanlage geben, auch die entsprechenden barrierefreien Zugänge seien nötig.

Rolf Ebbinghaus (AL) monierte weiter, dass mit der Variante 3 Frauen erheblich benachteiligt würden. Ihnen stünde künftig nur eine Toilette zur Verfügung, während vier Männer gleichzeitig die Toilette nutzen könnten.