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Neuer "Dorfservice" im Oberbergischen Kreis eingerichtet

Oberbergische Verwaltung : Kreis richtet einen „Dorfservice“ ein

Gabriela May und Stefan Nickel stehen als Ansprechpartner für die Akteure in den Ortschaften bereit. Unter anderem sollen Projekte in den einzelnen Dörfern gefördert werden. Die EU ermöglicht mit Geldern dieses Angebot.

Die 1441 Dörfer und Weiler und die ländliche Struktur im Oberbergischen Kreis ist einzigartig in der Region. Sie machen einen großen Teil seiner Attraktivität aus. Mit dem Beginn des neuen „Dorfservice Oberberg“ möchte der Kreis diesem Anspruch gerecht werden und auf die Herausforderungen, aber auch auf das Potential der Dörfer angemessen eingehen. Im Amt für Planung, Entwicklung und Mobilität des Oberbergischen Kreises sind Gabriele May und Stefan Nickel deshalb jetzt die neuen personellen Kräfte für die Aufgaben in den Dörfern.

„Die Dörfer im Oberbergischen Kreis haben eine hohe Bedeutung für die Menschen und den gesamten Kreis. Mit dem Dorfservice Oberberg wurde ein tragfähiges Instrument zur nachhaltigen Stärkung der Dörfer geschaffen.“, freut sich Landrat Jochen Hagt.

Der Dorfservice ist Anlauf- und Beratungsstelle für die Menschen in den Dörfern, um diese stärker an der Regionalentwicklung zu beteiligen. Wichtiger Bestandteil ist es, gezielt mit den Bürgerinnen und Bürgern der Dörfern zusammenzukommen und sich vor Ort zu begegnen. Der Dorfservice soll als aufsuchendes Angebot die örtlichen Gegebenheiten wahrnehmen und kennenlernen. Sieht eine Dorfgemeinschaft  erbesserungspotential in einem bestimmten Bereich oder hat eine Idee für ein Konzept oder ein neues Angebot, findet sie Unterstützung beim Dorfservice. Es sollen sowohl neue Angebote geschaffen, als auch laufende Projekte befördert werden. „Das Ziel des Dorfservices ist, die Dorfgemeinschaften in einem eigenständig getragenen Entwicklungsprozess zu unterstützen, indem die Eigeninitiative der Menschen vor Ort gefördert und mit den Dorfgemeinschaften Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden.“, sagt Planungsdezernent Frank Herhaus.

Über das EU-Programm für ländliche Räume und Regionen Leader wird der Dorfservice Oberberg gefördert. Mit den beiden Regionen „Bergisches Wasserland“ und „Oberberg: 1000 Dörfer – Eine Zukunft“, ist der Oberbergische Kreis im Leader-Förderprogramm vertreten. Für beide Gebiete steht jeweils eine Ansprechperson im Dorfservice bereit, an die sich die Menschen vor Ort mit ihren Anliegen und Ideen wenden können.

Für die Region „Bergisches Wasserland“ ist Gabriele May, Diplom-Ingenieurin (FH) Gartenbau, ab sofort zuständig. Sie war jahrelang tätig für die Lebens- und Bleibeperspektiven im ländlichen Raum des nördlichen Rheinland-Pfalz und in der Bildungsarbeit.

Der gebürtige Oberberger Stefan Nickel hat in Wuppertal und Münster ein Studium der Politikwissenschaft absolviert und ist jetzt Ansprechpartner für die Region „Oberberg: 1000 Dörfer – Eine Zukunft“. Beide sehen den neuen Aufgaben und Herausforderungen erwartungsvoll entgegen: „Zusammen den Oberbergischen Kreis voran zu bringen und attraktiv zu gestalten, ist unser Ziel. Wir freuen uns darauf, mit den Menschen vor Ort gemeinsam ihre Ideen aktiv

umzusetzen.“ Das Förderprogramm Leader ermöglicht dem Oberbergischen Kreis, mit dem Dorfservice Oberberg, so einen sehr innovativen Ansatz in der Dorf- und Regionalentwicklung, der mit Sicherheit wichtige Akzente setzen wird.

Alle Interessierten in der Region Oberberg können sich ab sofort mit ihren Anliegen, Ideen oder

Wünschen an ihren Dorfservice wenden. Weitere Informationen auf  www.obk.de/dorfservice.

(s-g)