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Neuer Citymanager in Radevormwald soll die Innenstadt beleben

Neuausschreibung in Radevormwald : Ein neuer Citymanager soll die Innenstadt beleben

Momentan hat Rade keinen „Kümmerer“. Die Ausschreibung der Verwaltung wurde vom Fachausschuss gestoppt, Stadt muss jetzt Konzept erarbeiten.

Siegbert Panteleit ist seit Ende des vergangenen Jahres nicht mehr Citymanager der Stadt Radevormwald. Seitdem ist die Stadt auf der Höhe ohne „Kümmerer“ zurechtgekommen, aber das soll sich so schnell wie möglich ändern. In der Zukunft wird der Citymanager allerdings nicht mehr bei dem Citymanagementverein Radevormwald angesiedelt, sondern bei der Stadtverwaltung. Das soll zur Folge haben, die Projekte und Aufgaben besser zu steuern und zu kontrollieren.

Panteleit hatte sich in erster Linie auf die Koordination der privaten Immobilieneigentümer sowie das Flächenmanagement der Innenstadt konzentriert, um Leerstand zu reduzieren. Die Ziele des Citymanagements sollen jetzt, im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt II, neu ausgerichtet werden und sich mehr auf die Belebung der Innenstadt konzentrieren. „Der Schwerpunkt soll wieder die Kommunikation, die Vernetzung, Beteiligung und Unterstützung der kleinen Läden im Stadtkern sein“, sagt Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes.

Er und Bürgermeister Johannes Mans nutzten den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Dienstag, um einen Beschluss über die Ausschreibung und Vergabe der Leistung „Citymanagement“ zu fassen. Die Vergabe segnete der Ausschuss allerdings nicht ab. „Wir können uns bei dieser Entscheidung nicht unter Druck setzen lassen, sondern müssen für die Ausschreibung ein genaues Konzept erarbeiten, auf das sich die geeigneten Büros dann bewerben können. Da muss die Verwaltung mehr Vorarbeit leisten“, sagt Armin Barg (UWG). Ähnlich sieht das Arnold Müller (SPD): „Die Schwerpunkte müssen konkreter festgesetzt und beschrieben werden, damit der nächste Citymanager auch wirklich in unserem Interesse handelt und die Ziele verfolgt, die wir für wichtig halten.“

Bei der Sitzung des Ausschusses im Winter 2018 gab es viel Kritik an der Arbeit des letzten Citymanagers. Die Ausschussmitglieder übten Kritik an den Themen, den messbaren Erfolgen sowie der Arbeitsweise des ehemaligen Citymanagers. Sie forderten, in Zukunft mehr Einfluss auf diese Dienstleistung zu haben, deren Kosten für den Zeitraum von 2019 bis 2023 bei 250.000 Euro liegen. 60 Prozent dieser Citymanager-Kosten trägt das Land. Der Bewilligungsbescheid liegt schon vor.

Burkhard Klein betonte am Dienstag in der Sitzung des Fachausschusses, dass der Citymanager im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes wieder die Rolle eines „Kümmeres“ übernehmen soll. „Diese Beschreibung reicht nicht aus. Wir brauchen ein handfestes Konzept und müssen dann noch einmal über die Bewerber beraten, die sich auf die Ausschreibung melden“, sagt Rolf Ebbinghaus (AL).

Bürgermeister Johannes Mans will ebenfalls, dass die Stadtverwaltung Einfluss auf das Wirken des Citymanagers hat und möchte auch die örtlichen Unternehmen mehr in die Verantwortung nehmen. „Wir arbeiten an einem aktiveren Dialog, der sich positiv auf das Citymanagement auswirken soll.“ Zu den Aufgaben des zukünftigen Citymanagers gehört zudem die Akquise von Mitteln für den Verfügungsfonds sowie die Organisation der Mittelverwendung dieses Fonds.