Radevormwald: Neue Runde ab Montag

Radevormwald: Neue Runde ab Montag

Nach der Verabschiedung des Haushalts 2010 möchte Bürgermeister Dr. Josef Korsten am kommenden Montag im Verwaltungsvorstand den Weg für ein Stadtentwicklungskonzept ebnen. In der Verwaltung geht's los.

Der Beigeordnete und Kämmerer Rainer Meskendahl hat im Hauptausschuss angekündigt, nach der Haushaltsverabschiedung Sparziele in Angriff zu nehmen. "Das geschieht ab Montag", kündigte Bürgermeister Dr. Josef Korsten gestern an, nachdem am Dienstag der städtische Haushalt verabschiedet worden ist. Am Montag trifft sich der Verwaltungsvorstand.

"Ich werde alle Dezernenten beauftragen, mit ihren Fachbereichsleitern breit angelegt ihre Aufgabenbereiche auf Strukturveränderungen und Einsparpotenziale zu überprüfen", sagte Korsten und wendet sich damit gegen Vorwürfe, dass bisher keine Sparmaßnahmen eingeleitet worden seien. "Allein Wünsche der Fachbereiche über 800 000 Euro sind erst gar nicht für den Haushalt berücksichtigt worden", sagte er.

Standards werden überprüft

Jeder Fachbereich soll feststellen, was gesetzlich unbedingt nötig ist, oder wo eventuell Standards reduziert werden können. Der Fachbereich soll aber auch darüber nachdenken, wie er die Entwicklung der Stadt vorantreiben könnte. "Es geht nicht um Haushaltsstellen, sondern die Gesamtstruktur", sagte Korsten. Der Verwaltungschef glaubt, dass die meisten Mitarbeiter der Verwaltung diesen Vorstoß mittragen werden, weil sie die Notwendigkeit erkannt haben.

  • Kommentar : Umdenken erforderlich

"Ich greife den Vorschlag der BM auf und strebe ein städtisches Gesamthandlungskonzept für die nächsten Jahre an", sagte Korsten. Die Verwaltung soll den Anfang machen, "ich hoffe zudem, dass die Politiker diesen Weg mitgehen". Sobald die Verwaltung Vorschläge unterbreite, seien zwangsläufig Lebensbereiche der Bürger betroffen.

Als Beispiele nannte der Bürgermeister den Sport- und Feuerwehrbereich. Die Feuerwehr müsse, wie es der Gesetzgeber fordert, bald ein neues Brandschutzkonzept für die Stadt vorlegen. Da sollen Vorschläge für mögliche Einsparungen oder die Verringerung von Standards, wenn sie gesetzlich möglich sind, enthalten sein. Das gilt auch für den Sportbereich. "Ich bin überzeugt, dass in Zukunft manches nicht mehr so sein wird wie es war, diese Veränderungen müssen aber nicht unbedingt nur zum Nachteil für den Bürger sein", sagte Korsten, "ich möchte die Stadtentwicklung und die Veränderung der Haushaltsstruktur verbinden."

Einsicht gefordert

Aktiv einbinden will Korsten die Kommunalpolitiker, weil die Veränderungen Eingang in den Haushalt finden. Diese sollen Inhalte transportieren. "Denn: Eines ist auch klar. Auch der Bürger wird Einsicht zeigen müssen", sagte Korsten.

(RP)