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Moto-Cross-Ausstellung bei der IG Bismarck

Bismarck-Museum in Radevormwald : Moto-Cross-Ausstellung bei der IG Bismarck

Zur Präsentation der Gespanne werden auch bekannte Motorsportler zu Gast in der Schlossmachergalerie sein.

Gleich drei legendäre Moto-Cross-Gespannfahrer haben sich in dieser Woche im Zweirad-Museum in Radevormwald getroffen. Der Anlass: In den Räumlichkeiten der IG Bismarck in der Schlossmachergalerie wird am Samstag, 14. Dezember, um 11 Uhr die Sonderausstellung „Moto-Cross- und Straßen-Renngespanne“ eröffnet. Und bei dieser Gelegenheit sind nicht nur Maschinen zu bewundern, die das Herz aller Fans höher schlagen lassen, sondern die Besucher können auch prominente Namen aus den Annalen dieses Sports begrüßen.

Zum Pressegespräch hatten sich unter anderem Hans-Georg Peppinghaus aus Hückeswagen und sein Rennpartner Herbert Simon aus Waldbröl eingefunden. Beide konnten neben anderen Erfolgen den deutschen Meister-Titel und den Vize-Europameister-Titel für sich entschieden. Und Rolf Steinhausen aus Wiehl ist ebenfalls jedem Kenner ein Begriff – er war Gespannweltmeister 1975 und 1976 sowie Deutscher Seitenwagen-Meister 1985 und 1986. Für Samstag sind noch weitere berühmte Akteure eingeladen: Max Deubel, Udo Dabringhausen und Hans-Gerd Reichler.

Zwar haben die ausgestellten Gespanne schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, faszinieren aber immer noch. Foto: Stefan Gilsbach

Insgesamt sind in der Schlossmachergalerie fünf Gespanne zu bewundern. Und dass auch die Fahrer längst noch nicht eingerostet sind, bewies Hans-Georg Peppinghaus, als er sich an den Beiwagen der Hedlund-Maschine aus dem Jahr 1970 hängte und blitzschnell die Position wechselte. „Früher sagte ich zu Herbert immer: Fahr so schnell du kannst, den Rest mach’ ich“, berichtete der Hückeswagener amüsiert. Bei Rennen mit Beiwagen-Moto-Cross-Rädern ist die Gewichtsverlagerung des Beifahrers ein entscheidender Faktor. Geschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern sind dabei keine Seltenheit.

Diese eindrucksvolle Trophäensammlung ist ebenfalls zu sehen. Foto: Stefan Gilsbach

Zu sehen sind in der Ausstellung unter anderem ein HEOS-Modell aus dem Jahr 1982, eine MAICO Kneeler (Fahrwerk 1981, Motor 1972), eine Windle BMW Kneeler (Replikat) aus dem Jahr 1982 sowie eine „Eigen Make Lij, deren Fahrwerk aus dem Jahr 1980 ist.

Detail der Windle BMW Kneeler von Udo und Tim Dabringhausen. Foto: Stefan Gilsbach

Das Zweirad-Museum in Radevormwald, das sich der Geschichte der gleichnamigen Firma verpflichtet fühlt, aber auch andere Exponate aus der Historie der Zweiräder zeigt – ob mit oder ohne Motor – ist der ideale Treffpunkt für alle Motorsport-Interessierten in der Region. Bereits im vergangenen Jahr trafen sich dort viele Veteranen und interessierte Besucher – mit bemerkenswerter Resonanz.

Kenner können beim Besuch der Ausstellung einen Blick auf die Motoren der Maschinen werfen. Foto: Stefan Gilsbach

„Wir möchten mit der Ausstellung den Museumsbetrieb im Winter beleben“, sagt Hartmut Behrensmeier, der Sprecher der Interessengemeinschaft. Und fügte lächelnd hinzu: „Obwohl es gar nicht so leicht war, die Maschinen durch die Tür zu bekommen.“ Viele Zuschauer hätten dies verfolgt und bereits großes Interesse gezeigt, daher macht Behrensmeier sich keine Sorgen, dass die Ausstellung zu wenig Aufmerksamkeit findet. „Es gibt Brötchen sowie Kaffee und Kuchen“, kündigt er zudem an. Möglich mache das Ganze nicht zuletzt das Sponsoring durch Friedhelm Selbach, Unternehmer aus Radevormwald und selber Motorradfahrer.

Die aktuellen Räumlichkeiten der IG Bismarck liegen zwar schön zentral in der Stadt, doch weil regelmäßig neue Ausstellungsstücke hinzu kommen, platzt das Museum inzwischen aus allen Nähten. Daher wird das Museum in absehbarer Zeit in das ehemalige Bismarck-Werk in Bergerhof umziehen.