Radevormwald: Mit dem Klassenlehrer sind die einstigen Schüler längst per Du

Radevormwald: Mit dem Klassenlehrer sind die einstigen Schüler längst per Du

Ihren Abschluss machten sie 1968. Nun traf sich die ehemalige Jungenklasse der Realschule für ein Wochenende in Rade wieder.

21 ehemalige Schüler und der Klassenlehrer Udo Teckemeyer der Abschluss-Jungenklasse 1968 in Radevormwald sahen sich wieder. In den vergangenen Jahren wurde alle fünf Jahre ein Treffen organisiert. Dabei steht nachmittags immer etwas Kulturelles auf dem Programm und abends ein gemeinsames Abendessen. Diesmal wurden das Museum für Asiatische Kunst in Sieplenbusch und das Zweiradmuseum in der Schlossmacher Galerie besucht.

Der asiatische Garten wurde genauso bestaunt wie bei einer Führung die Exponate im Museum. Die buddhistischen Skulpturen sind neben ihrer Geschichte meist eine Augenweide. Zum Beispiel hat das farbenfrohe Sandmandala einen bleibenden Eindruck bei vielen ehemaligen Schülern hinterlassen. Durch das Drehen der vielen vorhandenen Gebetsmühlen versuchten die Teilnehmer, in den Pfad zur Erleuchtung zu gelangen.

Nach den jahrhundertealten Kunstwerken im Asiatischen Museum ließen sich die ehemaligen Schüler dann die Geschichte der IG Bismarck im Zweiradmuseum erklären. Auch die Sonderausstellung der Motorräder war interessant.

  • Nach 50 Jahren haben sich die
    Klassentreffen : Klassenkameraden treffen sich seit 1968 alle fünf Jahre

Daneben kam aber das Gespräch unter den Ehemaligen vor allem beim Abendessen nicht zu kurz. Erinnerungen und auch Bilder an die gemeinsame Abschlussfahrt nach Abtenau wurden ausgetauscht. Hier fuhren die sonst getrennte Jungen- und Mädchenklasse zusammen weg. Bedingt durch die gute Organisation und verantwortungsvolle aber freie Aufsicht der beiden Klassenlehrer - Frau Widmoser und Herrn Teckemeyer - sind viele tolle Erlebnisse im Salzburgerland haften geblieben. Ob heutige Klassenfahrten noch so viel Freude bei allen Beteiligten auslösen, wagten die damaligen Teilnehmer zu bezweifeln.

Neben dem Salzbergwerk und der Burg in Salzburg wurde auch ein Brauhaus "intensiv" besucht. Kaprun und viele andere Orte sind ebenfalls besichtigt worden. Zum Treffen konnte diesmal eine ehemalige Schülerin aus den USA leider nicht kommen. Aber aus ganz Deutschland zum Beispiel Kappeln an der Schlei, aus Holland und dem süddeutschen Raum kamen die Klassenkameraden zusammen. Der Weg nach Rade wird immer noch gerne gesucht. Meist werden dabei auch Verwandte oder Freunde besucht. Fast alle Teilnehmer stehen nicht mehr im Berufsleben und haben so etwas mehr Zeit, sich auf so ein Wochenende einzulassen.

Besonders freudig wurde der über 85-jährige Klassenlehrer Udo Teckemeyer begrüßt, der schon bei einem früheren Klassentreffen allen Schülern das Du angeboten hatte.

(s-g)