Radevormwald/Oberberg: Michaela Engelmeier auch nicht über SPD-Liste in Bundestag

Radevormwald/Oberberg: Michaela Engelmeier auch nicht über SPD-Liste in Bundestag

Gestern Morgen stand es endgültig fest: Michaela Engelmeier wird nicht ein zweites Mal für die oberbergische SPD in den Bundestag einziehen. Nach dem klaren Sieg von Carsten Brodesser bei den Erststimmen hätte das SPD-Bundesvorstandsmitglied ein zweites Mal nur über die Landesliste in den Bundestag einziehen können. Am Sonntagabend hatte sie im Kreishaus in Gummersbach noch auf diese 2013er-Variante gehofft. Im Land NRW hat aber wegen des schlechten Wahlergebnisses einerseits und wegen der SPD-Direktwahlergebnisse nur noch der Listenplatz 17 gezogen, Michaela Engelmeier war bei der Landeslistenkonferenz auf Platz 20 gelandet.

In Gummersbach hatte die 56-Jährige am Sonntagabend erklärt, dass das Demokratie sei und sie dann vielleicht im Kreis wieder in ihren alten Beruf als Erzieherin einsteigen würde. "Dann gehe ich halt wieder arbeiten", sagte sie.

Zu resignieren, das sei nicht ihre Art. "Wir als SPD müssen aber wieder einen Weg finden, den Wähler draußen zu erreichen." Gestern Morgen war Michaela Engelmeier bereits wieder in Berlin bei einer langen Sitzung des SPD-Parteivorstands.

  • Radevormwald : Michaela Engelmeier (SPD)

Den Wähler zu erreichen, das sieht auch Dietmar Stark (SPD-Vorsitzender und SPD-Fraktionsvorsitzender in Rade) als das Hauptziel für seine Partei in der nächsten Zeit an. Bei der Großen Koalition im Bund zum Beispiel sei die SPD trotz bahnbrechender Ideen und Vorschläge nicht richtig wahrgenommen worden. "Wir haben in Gesprächen mit Radevormwaldern im Wahlkampf vor der jetzigen Bundestagswahl auch für unsere Stadt gehört, dass wir als SPD nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden." Das seien sehr ernstzunehmende Gespräche gewesen, ergänzt Stark.

Diese Äußerungen und auch die Gesamtsituation will die Rader SPD zum Anlass nehmen, sich deutlicher zu positionieren und dies auch nach außen hin zu zeigen. "Wir müssen auch bei größeren Themen demnächst wieder unsere Schwerpunkte setzen", sagt Stark. Aber erst werde man die Wahl jetzt in Ruhe analysieren und dann die Konsequenzen ziehen.

(RP)
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