Mehr Geld in der Kasse der Stadt Radevormwald

Freude in den Rathäusern : Kreis entlastet Rades Haushalt

Mit rund 400.000 Euro mehr kann die Stadtverwaltung bei der Planung ihrer Ausgaben rechnen. Die sind zur Deckung bereits im Haushalt fest eingeplant.

(s-g/büba) Über diese Nachricht dürften in  allen 13 Rathäusern des Oberbergischen Kreises eitel Freude herrschen: Auf Basis eines entsprechenden Kreistagsbeschlusses wird der Oberbergische Kreis den kreisangehörigen Kommunen in den kommenden Tagen insgesamt 6,23 Millionen Euro überweisen. Grundlage für diese Ausschüttung ist laut Kreisverwaltung ein Bescheid des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) vom 31. August, mit dem der LVR die vom Kreis zu zahlende Landschaftsumlage für das Jahr 2018 nunmehr endgültig festgesetzt hat.

Daraus ergeben sich für den Oberbergischen Kreis Entlastungen gegenüber der ursprünglichen Planung. Dem Vorschlag der Kreisverwaltung, die schon in 2017 angekündigten Entlastungen vollumfänglich an die kreisangehörigen Kommunen weiterzugeben, war der Kreistag bereits in der Dezembersitzung 2017 gefolgt. Mit der Auszahlung sei die Angelegenheit aus Sicht des Kreises nunmehr „abgeschlossen“ – so Landrat Jochen Hagt, der sich freut, „die finanziellen Belastungen der Kommunen bereits in diesem Jahr reduzieren zu können“.

Doch wie wirkt sich der Geldsegen auf Radevormwald aus? „Wir werden durch diese Maßnahme 400.000 Euro erhalten“, sagt Frank Nipken, Kämmerer der Stadtverwaltung. Natürlich freue man sich im Rathaus über den Geldsegen, doch ist die Summe bereits fest zur Deckung des Haushaltes verplant. Eine vorgeschriebene Verwendung dieser Mittel durch den Kreis gebe es nicht.

Isabel Bever, Kämmerin in der Nachbarstadt Hückeswagen, hört die Nachricht aus der Kreisstadt ebenfalls gerne, da der Schloss-Stadt in 2018 591.954 Euro erstattet werden beziehungsweise sie weniger zu zahlen hat: „Das hilft natürlich sehr, allerdings weniger zum Ausgleich im Haushaltssicherungskonzept.“

Was den Haushalt von Radevormwald betrifft, so werden die Fraktionen bald wieder Gelegenheit haben, über das Zahlenwerk zu beraten. In der kommenden Ratssitzung am Dienstag, 18. September, wird der Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 eingebracht. Radevormwald befindet sich in einem Haushaltssicherungskonzept, was bedeutet, dass die Finanzpolitik der Stadt von der Kommunalaufsicht genehmigt werden muss.

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