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Medizinische Versorgung in Radevormwald: Ärztevertreter nehmen Stellung

Medizinische Versorgung in Radevormwald : Ärztevertreter nehmen Stellung

Um die ärztliche Versorgung in Radevormwald geht es in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Sport, Integration und Demografie.

Dr. Johannes Martin, Leiter der Stabsstelle Gesundheitspolitik regional & Versorgungsprojekte, und Anika Zembok von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein berichten über den Sachstand in Radevormwald.

CDU-Ratsmitglied Sandro Feuerpeil hatte in der jüngsten Ausschuss-Sitzung noch einmal deutlich gemacht, dass seine Fraktion mit Vertretern der Ärzteorganisationen über die Versorgung im ländlichen Raum sprechen wolle. Dazu hat die Politik nun Gelegenheit. „Wir hatten bereits im Frühling zu diesem Thema einen Vorstoß gemacht“, berichtet Feuerpeil.

Aus der Bürgerschaft seien immer wieder besorgte Stimmen zu hören, weil ein Teil der Ärztinnen und Ärzte in der Stadt nicht mehr jung und ein Auslaufen der Praxen zu befürchten sei. Das Problem betreffe allerdings nicht nur Radevormwald, sondern den ganzen Oberbergischen Kreis: „Es gibt einen Mangel an Hautärzten, an Urologen, an Neurologen“, erklärt der CDU-Mann. In Radevormwald gibt es noch eine Hautarztpraxis, auf das Kreisgebiet berechnet sei es jedoch so, dass statistisch „auf 100.000 Einwohner null bis zwei Dermatologen kommen“.

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Tatsächlich gibt es in Radevormwald derzeit keine Praxis für Urologie und für Neurologie. Die Verwaltung hatte jedoch jüngst darauf hingewiesen, dass Radevormwald bei der Versorgung mit Haus- und mit Fachärzten gut dasteht. Eine Nachfolge für die Kinderarztpraxis wurde gefunden, die Augenarztpraxis und das kardiologische Angebot seien durch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gesichert worden.

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren sechs bis sieben Praxen langfristig gesichert“, so Bürgermeister Johannes Mans. Die Stadt verweist zudem auf die Installierung des Ärztehauses in den Wupperorten. Tatsächlich ist laut Kassenärztlichen Vereinigung die Stadt mit dem Versorgungsgrad von rund 107 „überversorgt“. Dies wurde auch bei der Debatte über die medizinische Versorgung in den Wupperorten vorgebracht. Allerdings hatten Akteure vor Ort darauf hingewiesen, dass bei solchen Zahlen zu wenig Rücksicht darauf genommen werde, wie weit die Patienten es zu ihren jeweiligen Arztpraxen haben.

Termin Do. 26. August, 17 Uhr, Bürgerhaus, Schlossmacherstraße 4-5.

(s-g)