Medizinische Versorgung Es gibt Hoffnung auf einen neuen Augenarzt in Radevormwald

Radevormwald · Ein Mediziner zeigt grundsätzliches Interesse, an einigen Tagen in der Woche augenärztliche Behandlungen in der Bergstadt anzubieten. Das teilte Bürgermeister Mans nun im Rat mit.

 Das Arztschild an der Rochollstraße ist seit Januar 2023 hinfällig. Die Praxis existiert nicht mehr.

Das Arztschild an der Rochollstraße ist seit Januar 2023 hinfällig. Die Praxis existiert nicht mehr.

Foto: Stefan Gilsbach

Der Verlust des Kassensitzes für eine augenärztliche Praxis in Radevormwald hatte vor einem Jahr für Bedauern in der Stadt gesorgt. Bürgermeister Johannes Mans konnte in der Ratssitzung am Dienstag nun eine Mitteilung machen, die hoffnungsvoll stimmt.

„Wir haben von einem Augenarzt eine Rückmeldung erhalten“, berichtete das Stadtoberhaupt. Der Mediziner habe Kontakt zur Verwaltung aufgenommen und ein grundsätzliches Interesse bekundet, in Radevormwald an einigen Tagen in der Woche Behandlungen anzubieten. Die Rede sei bislang von ein bis zwei Tagen pro Woche, erklärte Mans. Es gebe aber die Option, das Angebot zu erweitern. Der Mediziner habe auch sein Einverständnis erklärt, dies im Rat öffentlich zu machen.

„Wir werden als Stadt alles tun, um dies zu ermöglichen“, versicherte der Bürgermeister. Geeignete Räumlichkeiten stünden zur Verfügung. Auch in der regelmäßige Gesprächsrunde der Verwaltung mit den niedergelassenen Ärzten habe er die neue Entwicklung mitgeteilt, berichtete Mans.

Sollte es tatsächlich wieder eine Möglichkeit zur augenärztlichen Behandlung in der Stadt geben, wären viele Patienten erleichtert, die in den vergangenen Monaten bei Praxen in umliegenden Städten vorsprechen mussten, die bereits gut ausgelastet sind.

Die ursprüngliche Praxis an der Rochollstraße wurde zuletzt durch die Ober Scharrer Gruppe (OSG) geführt, einem Konsortium aus Fürth. Nachdem die Praxis im Jahr 2022 monatelang unbesetzt geblieben war, hatte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) der OSG eine Frist eingeräumt, um eine Nachfolge zu finden. Diese lief Ende Januar 2023 aus, das Ergebnis war der vorläufige Verlust des Kassensitzes. Das führte in der Folge zu kontroversen Diskussionen, so hatte die CDU-Fraktion der Stadtverwaltung Versäumnisse vorgeworfen. Die Verwaltungsspitze wies diese Kritik zurück. Man habe sich seit dem Frühjahr 2022 intensiv mit den verschiedenen Beteiligten um eine Lösung bemüht, bekräftigte der Bürgermeister.

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