Radevormwald: Marken und Motorräder

Radevormwald : Marken und Motorräder

Die Briefmarkenfreunde der Stadt und Bismarck-Kenner und -Bastler Dieter Ickler hatten sich für gestern wieder verabredet, um gezackte Kostbarkeiten und motorisierte Stadtgeschichte in der Aula der GGS Stadt zu präsentieren.

Briefmarkenfreunde aus der gesamten Umgebung kamen gestern in die Aula der Grundschule Stadt, um Briefmarken zu tauschen, die vielfältigen Sammlungen ihrer Kollegen zu bewundern oder auch Marken zu kaufen und verkaufen. Der Radevormwalder Briefmarkenverein präsentierte wieder eine große Ausstellung mit insgesamt 40 Tafeln zu den unterschiedlichsten Themen. Briefmarken zu Themen wie Lokalpost, Naturschutz, Rotes Kreuz, Schweizer Luftpost oder Briefe aus Australien waren ausgestellt. "Wir zeigen hier natürlich immer nur Ausschnitte von Sammlungen. Sonst würde der Platz nicht ausreichen", erklärte Dieter Holland-Letz, erster Vorsitzender des Briefmarkenvereins.

Bereits 2011 war die beeindruckende Sammlung von Polarpost ausgestellt, die dieses Jahr noch ausführlicher präsentiert worden ist. Besonders stolz ist der erste Vorsitzende auf die Ausstellungen zur Olympischen Spiele 1936.

Neue Mitglieder gesucht

Die von Hans-Jürgen Bongardt gesammelten Briefe, Poststempel und Briefmarken stellen die Ereignisse der Olympischen Spiele dar und zogen am Sonntag besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Der Briefmarkenverein kämpft weiterhin um neue Mitglieder. "Mit Remscheid und Lennep zusammen haben wir nur fünf jugendliche Mitglieder", sagte Holland-Letz. Um die Jugend mehr von dem Hobby zu überzeugen, stellt der Verein bei jeder Tauschbörse eine "Grabbelbox" bereit, aus der sich junge Sammler Briefmarken und Stempel kostenlos nehmen können. "So geben wir der Jugend die Möglichkeit, den eigenen Bestand schnell zu erweitern. Wir wollen sie damit motivieren, weiter zu machen", erklärte Holland-Letz. Da der Verein aus nur 16 Mitgliedern besteht, ist die Kooperation mit anderen Vereinen sehr wichtig. Das merkte man auch am Sonntag, als viele Briefmarkenfreund aus der ganzen Region in die GGS Stadt kamen.

Bismarck: Stück Stadtgeschichte

Besonders gelungen war wieder die Kooperation mit Dieter Ickler. Der stellte zu den historischen Briefmarken-Sammlungen ein Stück Stadtgeschichte aus. Dieter Ickler alte Bismarck-Zweiräder aus, die er selbst restauriert hat. Ein besonderes Stück seiner kleinen Ausstellung ist die Bismarck 150, die aus dem Jahr 1952 stammt. Dieses Krad verfügt über einen originalen Sachs-Motor und über ein echtes Rennbrötchen. "Die Sitzbank stammt aus den 50ern und wurde von dem Rennfahrer Georg ,Schorsch' Meier entwickelt", erklärte Ickler den Besuchern. Der Sitz erhielt wegen seiner Form den Spitznamen "Rennbrötchen".

Neben diesem seltenen Stück stellte der Sammler und Bastler eine Bismarck 125 und eine Bismarck 98 aus. Alle Motorräder gehören einer Sonderedition an und sind dunkelrot lackiert.

(trei)