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Lindlar: Als das Wirtschaftswunder „rollte“

Freilichtmuseum in Lindlar : Als das Wirtschaftswunder „rollte“

Das Freilichtmuseum Lindlar des Landschaftsverbandes Rheinland zeigt aktuell die Ausstellung „Rollende Reklame“. Mit dem „Wirtschaftswunder“ setzt in der Bundesrepublik eine große Welle der Mobilität ein.

Das LVR-Freilichtmuseum Lindlar zeigt aktuell die Fotoausstellung „Rollende Reklame“ – Fahrzeugwerbung von 1950 bis 1970. Noch bis April 2022 ist in der Zehntscheune des Museums eine Auswahl von Fahrzeugaufnahmen aus dem Archiv der Firma „Neon Brüggen“ zu sehen. Die Firma wurde 1922 als „Schilder Sohl“ gegründet und stellt bis heute in Bomig bei Wiehl als Fachbetrieb für Werbeanlagen neben Schilder- und Leuchtreklamen noch immer Fahrzeugbeschriftungen her.

Mit dem „Wirtschaftswunder“ setzt in der Bundesrepublik eine große Welle der Mobilität ein. In den 1950er Jahren investieren viele lokale Einzelhändler in erste eigene Transportfahrzeuge, etwa „Rundfunk Weller“ aus Gummersbach oder „Nähmaschinen König“ aus Vollmerhausen. Um die kreative Werbung von dem VW-Bulli, dem Tempo, dem DKW oder dem Ford kümmert sich im Oberbergischen die Firma „Neon Lichtwerbung Rolf Brüggen“ aus Gummersbach.

Die Ausstellung ist Bestandteil des Themenjahres „Alles in Bewegung“, einem Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises Bergische Museen. Dieser Arbeitskreis besteht aus 21 Museen der Region und präsentiert mit dem Themenjahr ein umfassendes Programm rund um die Mobilität von Menschen, Dingen und Ideen.