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Radevormwald: Leader-Programm geht in die zweite Runde

Radevormwald : Leader-Programm geht in die zweite Runde

Im Bürgerhaus startete am Dienstag die zweite Runde, für die Bewerbungen bis 10. März möglich sind.

Aufbruchstimmung im Bürgerhaus: Dienstagabend informierten Oberbergs Landrat Jochen Hagt und der Leader-Verein "Bergisches Wasserland" über den Stand der Dinge in der zweiten Auswahlrunde des Förderprogramms. Dazu hatte der Verein mit Reinhold Weber einen Gast eingeladen, der aus eigener Erfahrung deutlich machte, wie gut und wichtig die Leader-Förderung für die Region sein kann. Der Vorsitzende der Leader-Region "4 mitten im Sauerland" erzählte von Erfahrungen aus der ersten Förderphase, in der im Gemeindeverbund Meschede, Eslohe, Schmallenberg und Bestwig von 2007 bis 2013 insgesamt 49 Projekte mit einem Volumen von 1,08 Millionen Euro gefördert wurden. Und er machte damit den Verantwortlichen in Oberberg Mut, sich auf das Förderprogramm einzulassen.

Zuvor ging Hagt auf die Anfangsphase im Leader-Programm ein: "Diese war etwas schwierig und teilweise holprig - aber alles wird gut!", sagte der Landrat. "Das Verfahren ist uns als Verwaltung nicht gerade auf den Leib geschneidert, aber wir haben viele Erfahrungen sammeln können." 2016 seien acht Projekte aus 21 ausgewählt und mit 532.000 Euro gefördert worden. "Jetzt sind wir in der zweiten Runde, Bewerbungen für Förderprojekte können bis 10. März eingereicht werden, bis 24. April wird der Vorstand des Leader-Vereins die Projekte auswählen", erklärte Hagt. In der zweiten Phase stünden 475.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

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Von einer "Lernphase" am Anfang sprach Weber. "Tatsächlich brauchten wir ein wenig Zeit, um uns einzuarbeiten. Aber es lohnt sich und hat gut funktioniert", sagte der ehemalige und langjährige Bürgermeister von Eslohe. Es lohne sich aus zweierlei Gründen: "Denn es sind nicht nur die Projekte, die gefördert werden, sondern auch die Gemeinden, die durch das gemeinsame Ziel näher aneinanderrücken und auch zusammenwachsen."

Als "4 mitten im Sauerland" zu Leader stieß, war der Gemeindeverbund die elfte Region in NRW, wo doch eigentlich nur zehn teilnehmen sollten. "Damals sind aber noch zusätzliche EU-Gelder freigeworden, so dass wir dazustoßen konnten", sagte Weber. In der zweiten Förderphase seien es 28 Regionen in NRW, die teilnehmen würden. Man habe sich damals direkt in die Arbeit gestürzt - und das Ergebnis habe für sich gesprochen: "Denn neben der reinen Förderung der Projekte, betrug die Wertschöpfung dadurch deutlich mehr als das Doppelte", sagte Weber und gab wichtige Tipps: "Nichts überstürzen, man hat fünf Jahre Zeit. Man sollte den Nachbarkommunen Projekte gönnen, denn die Förderung kommt der ganzen Region zugute. Und man sollte den Mut haben, neue, ungewöhnliche Wege zu gehen." Dazu zählte er Förderbeispiele aus seiner Region auf. "Wir haben etwa den Ramsbecker Bergbauernwanderweg restauriert und angelegt, eine Ehrenamtskneipe in Kückelheim gegründet oder Daten zum potenziellen Leerstand und der Dorfentwicklung erhoben." Im Anschluss bestand die Möglichkeit, im Foyer Ideen zu sammeln, sich zu informieren und entwickelte Ideen zu verfeinern. Dazu hatte der Verein Stellwände aufgestellt.

Darauf wurden Förderprojekte wie die Freizeitanlage Obergrunewald des Dahlerauer Turnvereins oder das Prinzip der "Mitfahrerbänke" vorgestellt. Aber auch zu Impulsfragen zu potenziellen Förderthemen wie "Tourismus im Bergischen Land", der "Energiewende" oder dem Komplex "Prävention, Inklusion und Migration" konnten sich die Gäste schriftlich äußern.

(wow)