Lateinamerikanisches Konzert im Asiatischen Museum in Radevormwald

Konzert in Radevormwald : Argentinisches Feuer im Museum

Der Gitarrist und Sänger Luis González gastierte im Museum für Asiatische Kunst.

Mit heißen Rhythmen und romantischen Balladen verzauberte Musiker Luis González das Publikum am Sonntagnachmittag im Asiatischen Museum. Der Argentinier nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch Lateinamerika und ließ dabei kein Land und keinen landestypischen Musikstil aus. Dem Tango aus Argentinien folgte die Cumbia aus Kolumbien. Bei den mitreißenden Gitarrenklängen und der warmen Stimme des Musikers fiel es den Zuschauern schwer, sich auf den Stühlen zu halten. „Ihr wollt tanzen? Dann engagiert mich privat“, witzelte González – ganz der Profi, der er ist.

Der Argentinier, der seit 1981 in Deutschland lebt, ist Musiker mit Leib und Seele. Nicht nur mit seiner Musik, auch mit den kleinen, amüsanten Anekdoten zwischen den Liedern sammelte er Sympathiepunkte beim Publikum.

Im Asiatischen Museum von Li und Peter Hardt war González bereits zum dritten Mal zu Gast. Dass der Auftritt aufgrund des unbeständigen Wetters nicht im großen, malerisch gelegenen Garten stattfinden konnte, schmälerte die Stimmung in keiner Weise. Viele Gäste kannten den argentinischen Vollblutmusiker bereits von früheren Konzerten. Stefan Flügge auf Halver kam aus purem Zufall in den Genuss der Musik. „Wir sind von Halver nach Radevormwald gewandert und hier auf das Museum gestoßen. Die Musik ist super“, freute er sich gemeinsam mit seiner Begleiterin über dieses Angebot. Positiv überrascht von dem ungewöhnlichen Veranstaltungsort war auch Renate Vootz, die aus Berlin zu Besuch in ihre Heimatstadt gekommen war. Sie nutzte die Konzertpause für einen Rundgang in den Außenanlagen des Museums. „Ich bin erstaunt, welches Kleinod hier entstanden ist. Hier wurde etwas richtig Schönes erschaffen“, sagte die Berlinerin. Auch Bernd Blumberg ließ sich von der Musik und dem asiatischen Flair begeistern. „Die Atmosphäre ist super angenehm“, sagte der Wipperfürther.

Luis González entführte sein Publikum für zwei Stunden musikalisch vom Bergischen Land nach Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Bei bekannten Stücken, wie „La Camisa Negra“ von „Juanes“, klatschten die Zuschauer begeistert mit. „Es ist für mich eine große Freude, noch einmal hier spielen zu dürfen“, sagte der Künstler zu Beginn des Konzerts. Mit einer Lobrede auf den 1. FC Köln und einem dezent eingestreuten karnevalistischen Tusch zeigte Gonzalez, dass auch ein wenig Kölner Lokalpatriotismus in seiner argentinischen Seele steckt. Eine Kombination, die beim Publikum bestens ankam.

Freunde der Veranstaltungen im Museum für Asiatische Kunst können sich schon die nächsten Termine vormerken. Am 23. Juni gibt es eine Operettengala unter dem Titel „Open Air – die ganze Welt ist himmelblau“. Am 30. Juni ist erneut das Duo „Peanut Butter Jelly Pie“ zu Gast, die mit ihrer Mischung aus Jazz, Soul und Blues bereits gut bei ihren Auftritten in Rade angekommen waren.

asianart-museum.de

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