Landtagspräsident besucht Schule in Radevormwald

Besuch der Sekundarschule : Landtagspräsident besucht Rader Schule

Der Landtagspräsident André Kuper wurde gestern von Schülern der Sekundarschule über seinen Beruf, seine Hobbys und seinen Hamster ausgefragt. Dabei erklärte er auch, wann er im Plenum zur Glocke greifen muss.

Die Siebtklässler der Sekundarschule zeigten gestern keine Berührungsängste, als der Präsident des Landtages Nordrhein-Westfalen in die Aula an der Hermannstraße kam. Der Abgeordnete André Kuper sucht in seinen Reisen durch das Bundesland immer wieder den Kontakt zu Schülern, um über seine eigene Arbeit und Aufgaben und die des Landtags aufzuklären. Er will mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, ihnen alle Fragen beantworten und ihr Interesse an der Demokratie wecken.

„Werbung für Demokratie zu machen ist eine wichtige Aufgabe von mir als Landtagspräsident. Heute könnt ihr mir eure Fragen stellen“, sagte André Kuper zu den Schülern. Um auch lokale Fragen besser beantworten zu können, waren Bürgermeister Johannes Mans und der Abgeordnete Jens Nettekoven als Unterstützer bei dem politischen Vormittag dabei.

Sandra Pahl war als Schulleiterin der Sekundarschule gespannt auf die Fragen ihrer Schüler. Auf eine große Vorbereitung auf den Vormittag hat sie ganz bewusst verzichtet. „Ich will, dass die Schüler offen in die Fragerunde einsteigen und so frei wie möglich sind. Wie ich meine Schüler kenne, haben sie wenig scheu und trauen sich auch vor Erwachsenen zu sprechen.“

Dass Sandra Pahl ihre Schüler genau richtig einschätzt, zeigte sich schnell. Nach der einleitenden Präsentation, in der ein typischer Arbeitstag von André Kuper exemplarisch erklärt wurde, meldeten sich sofort viele Schüler, um ihre Fragen loszuwerden. Sie wollten wissen, wozu es eine Glocke im Plenarsaal in Düsseldorf gibt, wann André Kuper gelbe und rote Karten verteilt und ob er in ständigem Austausch zu der Bundeskanzlerin Angela Merkel steht. „Die Glocke wird geläutet, wenn eine Sitzung anfängt oder wenn währenddessen Unruhen oder zu laute Gespräche entstehen. Gelbe und rote Karten verteile ich zum Beispiel dann, wenn Abgeordnete beleidigend werden. Das ist inakzeptabel.“

Die Schüler interessierten sich aber nicht nur für die Regeln im Landtag und die Arbeit von André Kuper, sondern auch für sein Privatleben. Nach dem Vormittag mit dem Landtagspräsidenten wissen sie jetzt, dass er morgens gerne am Rhein entlang joggt, seine Familie einen Zwerghamster hat und einer seiner Söhne beim Radio arbeitet.

Im Kontakt mit den Schülern zeigte sich André Kuper transparent und offen. „Ihr seid richtig gut drauf“, lobte er die Schüler während der Fragerunde. Er freute sich sichtlich über das große Interesse, die ernsten und witzigen Fragen. Nach seinem Besuch in Radevormwald wissen die Sekundarschule jetzt, dass der Landtagspräsident eine Art Schiedsrichter ist, der stets einen neutralen Standpunkt einnimmt und für Demokratie steht.