Radevormwald: Land soll Rückübertragung der Nordstraße fördern

Radevormwald: Land soll Rückübertragung der Nordstraße fördern

Das städtische Projekt Nordstraße 4 bis 8 zieht sich weiterhin in die Länge. Nach Antragsstellung der AL nahm die Stadtverwaltung in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag Stellung zum aktuellen Stand des Projektes.

"Wir haben aus der Presse entnommen, dass die Gebäude von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zurück an die Stadt übertragen werden sollen. Warum ist das noch nicht passiert?", regte Rolf Ebbinghaus (AL) das Gespräch über die Nordstraße an.

Der Beigeordnete und Geschäftsführer der WFG, Frank Nipken, gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Rückübertragung. "Der Aufsichtsrat hat Ende November entschieden, dass die Stadt Radevormwald die Häuser zurückkauft. Die Beträge dafür sind bereits in den Haushalt eingestellt. Die Stadt wird der Rückübertragung aber erst zustimmen, wenn eine öffentliche Förderung des Projekts möglich ist", sagte Nipken. Ziel ist es dabei, förderschädliche Aktionen zu unterlassen.

Weil es der WFG in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, die 709 Quadratmeter große Fläche wirtschaftlich zu entwickeln und zu vermarkten, nimmt die Stadt das Projekt wieder zurück - allerdings nicht, ohne mögliche Fördermittel zu berücksichtigen. "Die Verteilung der Fördermittel kann wegen der späten Regierungsbildung in Berlin noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb können wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, wann die Stadt den Rückkauf abwickeln wird. Das geht erst, wenn wir den Förderbescheid in der Hand haben", ergänzte Burkhard Klein, Leiter der Bauverwaltung.

Geplant ist, dass die Häuser an der Nordstraße in das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt West eingebunden werden und auf den zusammenhängenden Grundstücken ein großes Gebäude entsteht, in dem unter anderem das Jugendamt (bisher Kaiserstraße 140) und die Büros der WFG einziehen sollen. Die drei Häuser an der Nordstraße 4 bis 8 müssen dringend modernisiert und aufgewertet werden, um den Standort Innenstadt wieder attraktiver zu machen. Sie wurden als nicht denkmalwürdig eingestuft.

(trei)