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„Kunterbuntes Bürgerhaus“ in Radevormwald mal virtuell

Karneval in Radevormwald : „Kunterbuntes Bürgerhaus“ mal virtuell

Zum digitalen Kunterbunten Bürgerhaus hatten sich mehr als 150 Personen angemeldet. Es gab einige Überraschungen. Ohne Corona-Pandemie wäre das Bürgerhaus am Schlossmacherplatz sicher wieder rappelvoll gewesen.

Das „Kunterbunte Bürgerhaus“ fand in diesem Jahr in digitaler Form statt. Der Einladung von Thomas Lorenz, Gründer der Karnevalsgesellschaft „Rua Kapaaf“, digital Karneval zu feiern, folgten mehr als 150 Personen. Kurz vor Beginn loggten sie sich in die Videokonferenz ein.

Nicht nur Thomas Lorenz und Präsident Dirk Finger saßen verkleidet vor ihren Bildschirmen, auch die Besucher des digitalen „Kunterbunten Bürgerhauses“ hatten sich in Kostümen, mit Kamelle in Reichweite und Sekt zum Anstoßen, vor den Bildschirmen eingefunden. „Wir sind ausverkauft“, sagte Thomas Lorenz, der maximal 100 Einladungen für die Videokonferenz verschicken konnte. „Mehr Zugriffe schafft das System nicht. Allerdings sitzen heute vor den Bildschirmen meistens zwei, manchmal auch drei Jecken“, sagte der Moderator der Veranstaltung, die in den vergangenen sechs Jahren zu einem Erfolg in Radevormwald geworden ist.

Ohne Corona-Pandemie wäre das Bürgerhaus am Schlossmacherplatz wieder rappelvoll gewesen. In Erinnerung an diese Stimmung und die vielen Künstler, die auf der Bühne in der Stadt auf der Höhe aufgetreten sind, hatte Thomas Lorenz einen Rückblick vorbereitet. Nach der Begrüßung in Echtzeit und einem dreifachen „Rua Kapaaf“ von allen Bildschirmen, lief das eineinhalbstündige Video an.

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Erinnert wurde an feiernde und schunkelnde Menschen, Tanzgarden, die mit waghalsigen Sprüngen überzeugten, und geübte Büttenredner. „Wir werden heute allerdings nicht nur auf vergangene Veranstaltungen zurückblicken, sondern auch aktuelle Grußworte sehen, die uns von Künstlern und Freunden zugeschickt wurden“, sagte Thomas Lorenz.

Als erste winkte Erni Huckenbeck in die Kamera, die zu den Gold-Ordensträgern der Karnevalsgesellschaft gehört. Sie nahm auch live an der Videokonferenz teil. „Heute können wir leider nicht das Kuchenbuffet von aktiv55plus genießen, aber zumindest ein Gläschen Kölsch zu Hause“, sagte sie.

Auch Jörg Runge, bekannt als „Dä Tuppes vum Land“ schickte Grüße nach Rade. „Wir zelebrieren Karneval trotzdem. Und ich komme spätestens 2023 wieder nach Radevormwald ins ‚Kunterbunte Bürgerhaus’“, sagte der Büttenredner. „Dä kölsche Tenor“ Tino Selbach will nächstes Jahr im Kunterbunten Bürgerhaus singen und schickte karnevalistische Grüße an die Bildschirme.

Dass die renommierten Künstler Grußworte für „Rua Kapaaf“ aufgenommen hatten, freute Thomas Lorenz. „Das ‚Kunterbunte Bürgerhau’ ist bei den Künstlern beliebt, besonders aufgrund des Publikums. Sie wollen alle wiederkommen.“ Ein aktuelles Grußwort hatten auch „Willi und Ernst“ aufgenommen, die ebenfalls Gold-Ordensträger sind. Den aktuellen Orden haben sie von Präsident Dirk Finger zugeschickt bekommen. „Bleibt gesund, das ist jetzt das wichtigste“, sagte das Duo.

Gegrüßt wurden die Jecken außerdem von den Paveiern, die im November zur „Kölschen Weihnacht“ in die Stadt kommen wollen – und von Fritz Schopps der als „Et Rumpelstilzche“ bekannt geworden ist. „In diesem Jahr wollte Fritz Schopps mit seinem Sohn ins Bürgerhaus kommen. Mit ihm verbindet mich eine lange Karnevalsgeschichte“, sagte Thomas Lorenz, der bei der digitalen Veranstaltung 44 Jahre Mitgliedschaft im Elferrat feierte. Die Karnevalsgesellschaft erinnerte auch an die Prinzenpaare und die vielen Kinder aus Radevormwald, die an dem „Kunterbunten Bürgerhaus“ und dem Zug durch die Innenstadt mitgewirkt haben.