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Radevormwald: Krankenhaus-Förderer stellen sich neu auf

Radevormwald : Krankenhaus-Förderer stellen sich neu auf

Der Förderverein für die Johanniter-Einrichtungen ist seit vielen Jahren eine Institution der Stadt, für die sich durch die Veränderungen im Krankenhaus im Sommer 2012 einiges geändert hat: Der Träger wechselte, das Altenheim fiel in eine andere Johanniter-Organisation.

Dem trägt der Förderverein jetzt Rechnung: "Wir haben eine neue Satzung erarbeiten lassen, die juristisch und steuerlich geprüft ist", sagt der Vorsitzende Dr. Ralph Bültmann. Inhalt dieses Vorschlages ist die Fortführung der Arbeit in beide Richtungen — zum Krankenhaus und zum Altenheim. Mit der alten Satzung hätte der Verein das Sana-Krankenhaus nicht unterstützen können. Der Verein hätte seine Gemeinnützigkeit verloren, weil die Sana AG eine Gesellschaft mit Gewinnstreben ist. Alternativen wären gewesen, nur noch das Altenheim zu unterstützen oder zwei Vereine zu gründen. Derzeit zählt der Verein 500 Mitglieder, nachdem er 2011 noch 580 Mitglieder hatte. Der Trägerwechsel habe für einige Mitglieder den Anstoß gegeben, den Verein zu verlassen, sagt Bültmann.

Der neue Satzungsvorschlag sieht vor, dass die Beiträge und Spenden der Mitglieder weiter paritätisch beiden Häusern zur Verfügung gestellt werden. Geändert werde der Zweck für das Krankenhaus. In Zukunft würden nur Aktionen gefördert, die der Verschönerung oder dem Wohlgefühl der Patienten dienen. "Medizinische Mittel werden wir nicht mehr zur Verfügung stellen", sagt Bültmann. Beim Altenheim gibt es keine Veränderungen, weil die Johanniter-Seniorenhäuser GmbH den steuerlichen Gemeinnützigkeits-Status besitzt.

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"Über den neuen Vorschlag werden wir unsere Mitglieder abstimmen lassen", sagt Bültmann. Wenn die juristischen Weichen gestellt sind, wird die Jahresversammlung geplant, auf der die Ideen für das neue Jahr vorgestellt werden. Bültmann favorisiert die Lösung mit der weiteren Unterstützung des Krankenhauses, weil er ein Zeichen setzen möchte. "Dieses soll so aussehen, dass wir als Rader zu unserem Krankenhaus stehen", sagt er. Da aber die Mitglieder entscheiden, bittet Bültmann sie, sich Gedanken zu machen und diese auch in der Versammlung kund zu tun. "Das erste Treffen dient deshalb nur dazu, über die künftige Ausrichtung zu entscheiden", sagt er.

Wegen der rechtlichen Unsicherheit hat der Förderverein im vergangenen Jahr nichts gefördert. Die Mittel für das Hospizzimmer waren schon 2011 bewilligt worden. Für 2012 ist deshalb auch kein Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Wenn schon gezahlt ist, wird das Geld für 2013 angerechnet.

(wos)