Radevormwald: Kooperationen bei Flüchtlingsarbeit

Radevormwald: Kooperationen bei Flüchtlingsarbeit

Das Kommunale Integrationszentrum bringt bei einem Pilotprojekt Haupt- und Ehrenamtliche zusammen. Diese erarbeiten gemeinsam Pläne und Ideen.

Wenn Flüchtlinge in Städten und Gemeinden ankommen, sind routinierte Abläufe sowie eine gute Organisation wichtig. "Damit Flüchtlinge gut aufgenommen und integriert werden, muss ein gegenseitiges Verständnis entstehen", sagt Suse Düring-Hesse, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrum (KI) des Oberbergischen Kreises.

Die zugewanderten Menschen sind in vielen Bereich gefordert, teilweise auch überfordert. Sie müssen eine neue Sprache lernen, sich Wohnung und Arbeitsplatz suchen, Kindergarten- und Schulplätze finden und Behördendeutsch verstehen.

Bei diesem Prozess sind Städte und Gemeinden die Orte, an denen Integration stattfindet. Hierfür ist eine gut abgestimmte Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen besonders wichtig. Doch wie kann diese Kooperation bei der Flüchtlingshilfe funktionieren?

Das haben 20 Teilnehmer bei einem viertägigen Pilotprojekt im Caritas-Tagungshaus in Engelskirchen erarbeitet. Sie kamen aus Radevormwald, Lindlar, Engelskirchen, Reichshof und Waldbröl, um an der Kommunalen Entwicklungswerkstatt mitzuwirken.

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Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen zu passenden Rahmenbedingungen, Unterstützung in der Integrationsarbeit. Daneben wurden auch Fragen zu Zuständigkeiten und Kooperationen geklärt. Beim Thema Integration in den Arbeitsmarkt stehen Yvonne Wagner-Wolff vom Jobcenter Oberberg und Jörn Wolff von der Agentur für Arbeit als Ansprechpartner bereit. Die zwei Zuständigen beantworten zudem Fragen der Teilnehmer.

"Die Werkstatt war geprägt von großer Bereitschaft, sich über Stadtgrenzen hinaus auszutauschen und voneinander zu lernen", sagt Sigrid Ritzmann-Striss vom Kommunalen Integrationszentrum. "Die Teilnehmer waren begeistert, gemeinsam Lösungsansätze zu finden."

Ritzmann-Striss begleitet die Kommunale Entwicklungswerkstatt. "Nach Angaben vieler Teilnehmer war es eine wichtige Erfahrung zu merken, dass man in seiner täglichen Aufgabe nicht alleine nach Lösungen suchen muss", sagt sie. Aus diesem Grund sei es auch in Zukunft von großer Bedeutung, dass sich Kollegen austauschen und vernetzen.

(mba)