Kommt die KGS Lindenbaum auch ins Radevormwalder Schulzentrum?

Schulentwicklung in Radevormwald : RUA regt an: Grundschule an die Hermannstraße

Die Ratsmitglieder Klaus Haselhoff und Thomas Lorenz sehen die Möglichkeit, ein weniger kostspielige Lösung für den neuen Standort der KGS Lindenbaum zu finden.

Die Fraktion der Radevormwalder Unabhängigen Alternative (RUA) möchte prüfen lassen, ob die Katholische Grundschule Lindenbaum im Schulzentrum an der Hermannstraße untergebracht werden kann. Grundsätzlich möchte die RUA die „Nutzung vorhandener und möglicher neuer Schulgebäude in Radevormwald“ diskutieren und hat einen entsprechenden Antrag für den kommenden Schulausschuss am Montag eingereicht.

Die Katholische Grundschule Lindenbaum ist derzeit in einem in die Jahre gekommenen und räumlich beengten Gebäude untergebracht. Die Verwaltung schlägt daher einen Neubau an der Blumenstraße vor.

Die RUA-Ratsmitglieder Thomas Lorenz und Klaus Haselhoff werfen die Frage auf, ob ein Neubau wirklich notwendig ist. „Es heißt immer gleich: Wir bauen mal!“, kritisiert Lorenz. „Und dadurch übernehmen wir uns was Kapazitäten und Finanzen angeht. Es stellt sich die Frage, ob man nicht einmal die minimale statt gleich die maximale Lösung ausprobieren sollte.“

Thomas Lorenz hält es für sinnvoller, erst einmal zu prüfen, ob die KGS nicht einfach an die Hermannstraße umziehen kann. Seiner Meinung nach könnten drei Schulen – Gymnasium, Sekundarschule und Grundschule – dort funktionieren, wenn die einzelnen Schulen etwas von ihrem quasi territorialem Denken abrücken würden. „Ein naturwissenschaftlicher Raum kann von allen Schulen genutzt werden, man muss nicht drei vorhalten, damit jede Einrichtung einen hat“, erläutert er. Das würde freilich bedeuten, dass die Verfügung der einzelnen Rektoren beziehungsweise Rektorinnen über die Räumlichkeiten ein wenig eingeschränkt werden müssten.

Die RUA-Fraktion bittet die Verwaltung um Informationen über die Kosten und Bauzeiten und in welcher Form diese in den kommenden Haushaltsentwürfen dargestellt werden können.

Klaus Haselhoff und Thomas Lorenz stellen zudem die Frage, ob es ein Gutachten über die Sicherheit im Falle eines Unglücks gebe, „welches gewährleistet, dass Rettungskräfte in notwendiger Form vom und zum Schulzentrum kommen“.