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Kindergottesdienst sollen in Radevormwalder Ortschaften wieder stattfinden

Evangelische Gemeinden in Radevormwald : Gottesdienste für Kinder sollen wiederbelebt werden

Pfarrer Ernst Albrecht Keller kündigte bei der Gemeindeversammlung an, an die Tradition in Remlingrade und Dahlerau anzuknüpfen.

Die Kindergottesdienste in den beiden evangelischen Kirchengemeinden Dahlerau und Remlingrade liegen schon seit längerer Zeit in einem Dämmerschlaf. „Viel zu lange“, meint Pfarrer Ernst Albrecht Keller. Auf der Gemeindeversammlung im Gemeindehaus am Siedlungsweg verkündete er nun die Wiederbelebung dieser familienfreundlichen kirchlichen Tradition. „Der Kindergottesdienst soll einfach wieder fester Bestandteil unseres Gemeindelebens werden“, so der Pfarrer.

Dazu werde speziell ein kleines „Kindergottesdienst-Team“ zusammengestellt. In dem sollen sich nun auch Konfirmanden einbringen können. „Wir wollen uns in beiden Gemeinden wieder mehr aufeinander beziehen. Dazu werden die Kindergottesdienste vierzehntägig im Wechsel in der Kirche Dahlerau und in der Kirche Remlingrade angeboten“, kündigte Keller an.

Er machte den Vorschlag, jeweils die Gottesdienste mit Kindern und Erwachsenen gleichzeitig zu starten und später, vor der Predigt, die Kinder mit brennenden Kerzen aus der Kirche hinauszuführen. Die sollen dann in die Obhut ihrer Kathecheten die restliche Zeit verbringen, und die Erwachsenen weiter dem Gottesdienst folgen. „Ob sich alle wieder zu dem Schlusssegen in den Kirchen treffen, müssen wir noch überdenken“, sagte er.

Damit es auch zeitlich mit den Gottesdiensten etwas besser passt, plant der Pfarrer, in Absprache mit dem Presbyterium der Gemeinde Dahlerau, die Gottesdienste Vorort von bisher 9.45 Uhr auf 10 Uhr zu verlegen. „Es macht einfach Sinn, die Zeiten zu vereinheitlichen. In Remlingrade starten wir auch um 10 Uhr“, so Keller. Gerne würde er auch die Kindergottesdienste familienfreundlicher mit der Startzeit 11 Uhr anbieten, doch hier ergeben sich zeitliche Probleme mit dem Organisten.

Ein logistisches Problem sieht Anne Keller, Ehefrau des Pfarrers, bei den Gottesdiensten der Gemeinde Remlingrade. „Hier liegen Kirche und Gemeindehaus weit auseinander. Für Gottesdienste mit geplantem eigenen Teil für Kinder müssen wir eine Lösung finden“, sagte sie. Hier sei jetzt das Kindergottesdienst-Team gefragt, Ideen einzubringen.