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Kinderfeuerwehr im Radevormwalder Ortsteil Önkfeld feiert Jubiläum

Einheit Önkfeld : Jüngste Feuerwehrleute in Önkfeld feiern ihren runden Geburtstag

Zum 70-jährigen Bestehen zeigen die Kinderfeuerwehren in Önkfeld ihr Können.

Jon trägt seine Feuerwehruniforum und berät sich mit seinen Kameraden. Der Zehnjährige ist hochkonzentriert. Für die jüngsten Feuerwehrleute in Önkfeld ist es ein großer Tag. Zum 70-jährigen Bestehen der Kinderfeuerwehr haben die Erwachsenen ein Modellhaus in Brand gesteckt, und die Kinderwehr zeigt ihr Können beim Löscheinsatz. Gruppenführer Moritz hat die vergangenen Tage seine Befehle geübt und als es soweit ist, lässt er vor großem Publikum eindrucksvoll verlauten: „Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vorrücken.“ Der Einsatz kann beginnen. Am Ende ziehen die Kinder ihre Helme von den schwitzenden Köpfen und strahlen fröhlich.

Warum er bei der Kinderfeuerwehr mitmacht? Jon zögert keine Sekunde: „Ich will später Leuten helfen und Menschen das Leben retten“, sagt der Zehnjährige – genauso wie sein Cousin und sein Vater das auch machen. Und außerdem mache es ja auch Spaß, bei der Kinderfeuerwehr dabei zu sein. Kameradin Pia lacht gut gelaunt: „Das ist eigentlich das Beste: man ist zusammen, und wir machen auch mal Mist.“

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Die Elfjährige ist eines der wenigen Mädchen in der Kinderfeuerwehr in Önkfeld. Sie habe schon lange dabei sein wollen, sagt sie. Aber Mädchen hätten nicht mitmachen dürfen. Dann habe es bei der Feuerwehr eine Abstimmung gegeben, und endlich seien auch Mädchen zugelassen worden. „Wurde auch Zeit!“, sagt Pia und wünscht sich, dass künftig noch mehr Feuerwehrmädchen zur Kinderwehr in Önkfeld kommen.

Beste Werbung immerhin machte die Wehr am 1. Mai für sich und die Abteilung der Jüngsten. Weil die Kinderfeuerwehr vor 70 Jahren als eine der ersten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen gegründet worden war, feierten Erwachsene und Kinder am Mittwoch den runden Geburtstag der besonderen Einheit. Dem Fest sollte man ansehen, dass es den Kindern gewidmet ist. Und so hatte die Feuerwehr nicht nur gleich drei Hüpfburgen organisiert, sondern auch ein stattliches Programm auf die Beine gestellt.

Während im Festzelt der Posaunenchor aus Remlingrade spielte, die Popcornmaschine sprudelte und die Feuerwehrleute schon die Erbsensuppe in der Gulaschkanone umrührten, traten die Jüngsten am Vormittag zur Olympiade an. Kinder aus Kierspe, Eckenhagen und Bergneustadt, Nachrodt-Wiblingwerde und von der Einheit Hahnenberg sammelten ebenso wie die jüngste Mannschaft der Gastgeber Punkte beim Wassertransport und Ziellöschen, beim Schlauch-Kegeln und Navigieren.

„Es geht weniger um den Wettkampf, als um Teamarbeit und Kommunikation“, erklärte Cedrik Kleinschmidt, einer der beiden Betreuer der Önkfelder Kinderfeuerwehr. „Und natürlich um den Spaß.“ Der stand bei aller Ernsthaftigkeit auch bei der Übung am Nachmittag im Mittelpunkt. Hier durften dann die Älteren der Kinderfeuerwehr zeigen, was sie können – und freuten sich über den Applaus der Zuschauer.