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Kinder entdecken die asiatische Kultur in Radevormwald

Ferienspaß in Radevormwald : Kinder entdecken die asiatische Kultur

Das Museum für Asiatische Kunst in der Ortschaft Sieplenbusch öffnete am Mittwoch seine Türen für den Ferienspaß. Sechs Kinder tauchten in die ferne Kultur ein.

Die Kultur Asiens ist für die meisten Kinder weit in der Ferne. Im Museum für Asiatische Kunst wird die Kultur samt ihrer Religion und Bräuche greifbarer. Mit dem Ferienspaß kamen sechs Kinder in das Museum von Li Hardt in Sieplenbusch. Nach Asien sind die Mädchen und der Junge zwar noch nie gereist, aber sie interessieren sich für die Figuren, die fremden Schriftzeichen und die Geschichten, die Li Hardt über Asien erzählen kann. Sie begrüßte die Kinder im Garten des Museums. Als der Regen einsetzte, wurde die Führung im Inneren fortgeführt.

„Mein Mann ist vor 50 Jahren mit dem Fahrrad durch die Welt gereist und hat viele Kulturen entdeckt. Damals auch Asien und die Kunst der Länder. Er hat viel erlebt“, sagt Li Hardt. Am Anfang der Ausstellung steht ein großer Buddha. „Buddha heißt auf Deutsch der Erwachte. Wie der Buddha aussieht, der 500 vor Christus gelebt hat, war vielen Menschen nicht klar. Deswegen gibt es zum Beispiel diesen Fußabdruck“, sagte sie und stellte den Kindern das nächste Exponat vor. Interessant fanden sie auch die großen Räucherstäbchen und die Gebetsmühlen. Wie eine Gebetsmühle aufgebaut ist, wie man sie benutzt und welche Mantras zu ihr gesprochen werden, entdeckten die Teilnehmer des Ferienspaß nicht nur im Museum, sondern auch in dem asiatisch angelegten Garten. Dort gibt es tibetische Gebetsmühlen, die im Uhrzeigersinn gedreht werden müssen. Das gilt als verdienstvoll und heilbringend. Auf den Gebetsmühlen steht das Mantra des Mitgefühls „Om Mani Padme Hum“. Bei jedem Anstoßen der Gebetsmühlen spricht man dieses Mantra, wie in einem großen Kreislauf.

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Im hinteren Teil des Museums entdeckten die Kinder ein buntes Gemälde aus Sand, das vor Ort gemalt wurde sowie einen historischen Gong, den sie auch erklingen lassen durften. Lara ging zielstrebig auf den Gong zu, schlug ihn in der Mitte an und erzeugte damit einen Klang, den alle Kinder bis in ihre Körpermitte hörten und spürten. „Das hat Spaß gemacht. Ich finde das Museum interessant“, sagt die Schülerin. Sie besucht in den nächsten Wochen noch weitere Veranstaltungen, die vom Team des Ferienspaß angeboten werden. Lara findet die Veranstaltungen schön und freut sich in ihren Sommerferien Neues zu erleben.

Auf der Empore des Museums steht eines der kostbarsten Exponate der Ausstellung. Der große Buddha aus Stuck ruht in einer meditierenden Haltung. „Der Buddha ist zufrieden und ruht in sich. Er ist in sich gekehrt und erleuchtet“, sagt Li Hardt. Sie erklärte den Kindern die Handhaltungen, die Buddhas einnehmen können. So gibt es die Haltung der Vollendung sowie die Handhaltung der Lehre. Die tibetische Figur Yamantaka sieht bedrohlich aus. Die Gottheit ist aber nicht böse, sondern vertreibt böse Geister. „Die Figur zeigt Stärke. Der Yamantaka ist der Bezwinger des Bösen“, sagt Li Hardt. Nach dem umfangreichen Rundgang durch die Ausstellung durften die Kinder die Koi-Karpfen füttern, die in dem großen Teich zwischen Seerosen und Kunst schwimmen.

Li Hardt freut sich, dass ihr Museum wieder Gäste empfangen kann und die Kinder viele Fragen gestellt haben. „Ich habe fast zwei Jahre keine Führung mehr gemacht. Schön, dass es wieder möglich ist“, sagt sie. Nach dem Vormittag war die Asiatische Kultur den Kindern etwas weniger fremd. Sie weckte vielmehr Interesse, Wissbegier und Reiselust.