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Radevormwald: Keine Anmeldung für Hauptschule

Radevormwald : Keine Anmeldung für Hauptschule

Die nächsten Zeugnisse, die Zwischenzeugnisse des Schuljahres 2014/15, gibt es am Freitag, 30. Januar. Für die Grundschüler der vierten Klassen ist dieses Zeugnis mit der Empfehlung für eine weiterführende Schule verbunden. Dazu gehört auch der Vorschlag "Wechsel zur Hauptschule".

"Eine fünfte Klasse in der Geschwister-Scholl-Schule als Hauptschule wird es nicht mehr geben", sagt Sozialdezernentin Ute Butz als Leiterin des Schulamtes. Sie tritt damit Gerüchten entgegen, im neuen Schuljahr würde es entgegen bisheriger Nachrichten eine Hauptschulklasse geben. "Wir haben nach der Elternsitzung im Bürgerhaus noch einmal mit der zuständigen Schulrätin gesprochen. Die Schulaufsicht würde eine solche fünfte Klasse nicht zulassen", sagt Butz.

Im vergangenen Schuljahr hatten zuerst zu wenige Eltern ihre Kinder für die vorgesehene Sekundarschule angemeldet. Später war auch keine fünfte Klasse in der Hauptschule zustande gekommen. "Wir wissen, dass ein Schüler aus Rade die Hauptschule in Hückeswagen besucht und sechs oder sieben die in Lennep-Hackenberg", sagt Ute Butz. Das hat zur Folge, dass die Hauptschule 2019 auslaufen wird.

Auch zum formellen Verfahren des Aus der Geschwister-Scholl-Schule hat Ute Butz bei der Bezirksregierung nachgefragt. "Es fehlt noch der Beschluss des Stadtrates, die Hauptschule aufzugeben. Dazu gibt es Zeit bis zum Jahresende 2015", sagt die Sozialdezernentin. Dieser formelle Beschluss könne mit der Entscheidung über die Zukunft der Schullandschaft einhergehen. Dazu stehen bald Entscheidungen an. Zunächst wird sich der Schulausschuss am kommenden Montag, 19. Januar (17 Uhr, Mehrzweckraum Bürgerhaus), mit dem Thema beschäftigen.

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Was können Eltern, deren Kind eine Hauptschul-Empfehlung bekommt, im Februar tun, wenn die Anmeldeverfahren beginnen? "Da gibt es mehrere Möglichkeiten", sagt Butz, auch wenn die wohl unbefriedigend sind. Da wäre das Ausweichen auf eine Hauptschule in Hückeswagen oder Lennep. Alternative wäre die Anmeldung an der Realschule, wie dies bei einigen Schülern im Sommer geschah. Die Sozialdezernentin berichtet von Anfragen von Eltern. Da werde auch vermutet, dass das eine oder andere Kind mit der Fahrt nach Lennep und dem Umsteigen überfordert sei. "Problematisch können sich dabei Defizite in der emotionalen Entwicklung oder andere Entwicklungsverzögerungen erweisen", sagt Butz. Das sei für die Schüler und die Stadt eine schwere Situation. Nicht mehr eingebunden ist die Hauptschule: "Wir sind da raus, Ansprechpartner der Eltern ist die Stadtverwaltung", sagt Reiner Klausing, Leiter der Hauptschule.

(RP)