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Kati Majorek hat neue Ideen für die Radevormwalder Musikschule

Mensch + Stadt : Kati Majorek hat neue Ideen für Musikschule in Radevormwald

Seit 2020 ist die 29-Jährige Teil des fest angestellten Teams, das sich mit freien Dozenten um die Schüler aus den Bereichen Musik und Tanz kümmert.

Der musikalische Werdegang von Kati Majorek wird seit Jahren von der Radevormwalder Musikschule begleitet. Seit einem Jahr ist die 29-Jährige Teil des fest angestellten Teams, das sich zusammen mit freien Dozenten um die Schüler aus den Bereichen Musik und Tanz kümmert. Mit der Festanstellung sind neue Aufgaben auf Kati Majorek zugekommen, denen sie sich innerhalb der Pandemie gestellt hat. „In der Krise mussten wir umdenken und neue Konzepte erstellen. Die Arbeit in der Verwaltung der Musikschule war neu für mich“, sagt die Musikerin, die ursprünglich aus Wermelskirchen kommt.

Als Schülerin war sie auf der Suche nach einem E-Gitarren-Lehrer und wurde im Internet fündig. Damals ist sie bei dieser Recherche auf die Musikschule in Rade aufmerksam geworden. „Ich habe Michael Borner und Bert Fastenrath kennengelernt und wurde hier sehr gefördert“, sagt sie. Die Leiter der Musikschule haben das junge Talent auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet, und so begann 2011 ihr Studium für klassische Gitarre in Wuppertal.

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„Zeitgleich habe ich meine ersten Schüler bekommen und in der Musikschule mitgearbeitet“, sagt sie. Studiert hat sie nicht nur klassische Gitarre, sondern auch Gesang. Beide Fächer bringt sie in ihre Arbeit ein. Die Musikerin ist außerdem für die Betreuung der musikalischen Früherziehung zuständig, koordiniert Schulkooperationen und will die digitale Arbeit fördern. Die Angebote an den Grundschulen laufen im Moment digital weiter, das gilt auch für die musikalische Grundstufe und die Pop-Klassen des Gymnasiums. „Uns ist es gelungen, unser Angebot aufrechtzuerhalten und unsere Inhalte zu vermitteln. Meine Schüler haben große Fortschritte gemacht. Das digitale Konzept funktioniert“, sagt sie. Obwohl die Musikschule aufgrund der Pandemie wenige Schüler verloren hat, bleiben die Neuanmeldungen aus. „Wir können im Moment schlecht auf uns aufmerksam machen“, sagt Fastenrath.

Das Team der Schule hat deshalb das Konzept der Probestunden erarbeitet, um neue Schüler zu gewinnen. Angesprochen ist jede Altersgruppe. „Wir unterrichten nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene in jedem Alter. Mit den kostenlosen Probestunden wollen wir den Schritt in die Musikschule erleichtern“, sagt Kati Majorek. Ihr Plan ist es außerdem, den digitalen Auftritt der Schule auszubauen. Die Website hat sich verändert und gibt einen tieferen Einblick in die Unterrichtsstunden und stellt die Dozenten vor.

Bald soll ein eigener Instagram-Account folgen, auf dem professionelle Videos von jungen Musikern geteilt werden. „Wir haben Fördergelder beantragt, um Technik anzuschaffen, die wir für hochwertige Ton- und Videoaufnahmen brauchen. Es soll eine Video-Fabrik entstehen, die unsere Schüler nicht nur musikalisch, sondern auch technisch fördert“, sagt Kati Majorek.

Als räumliche Erweiterung sollen dazu die ehemaligen Schultoiletten des Theodor-Heuss-Gymnasiums genutzt werden, die über den Schulhof zu erreichen sind. Dort hat bereits Musikunterricht stattgefunden. „Die Räume müssen dringend saniert werden, und dafür wäre die jetzige Situation genau richtig, weil kein Präsenzunterricht stattfindet.“

Die Musikschule ist froh darüber, dass Kati Majorek seit einem Jahr zum festen Team gehört. „Sie ist nicht nur fachlich super, sondern auch kreativ, empathisch und begeisterungsfähig“, lobt Fastenrath. Die Musikschule freut sich auf die Zeit, in der Präsenzunterricht wieder möglich ist. Fertige Konzepte gibt es bereits für öffentliche Veranstaltungen der Musikschule.