Radevormwald: Junge Musiker stellen sich der Prüfung

Radevormwald : Junge Musiker stellen sich der Prüfung

Insgesamt 14 Musiker und Musikerinnen im Alter von zehn bis 15 Jahren stellten sich am Wochenende der großen Prüfung des Jugendfeuerwehrorchesters.

Bereits am Samstag schrieben sie eine einstündige Klausur, in der sie ihr Wissen über die Grundlagen der Musik beweisen mussten. Dynamik, Artikulationsarten und die eigene Produktion von Tonleitern waren gefragt. Zudem gab es ein Rhythmus-Diktat. "Das Grundwissen ist sehr wichtig. Ohne ein fundiertes theoretisches Wissen kann man nicht richtig musizieren", erklärte Regina Nickisch vom Prüfungskomitee.

Theorie und Praxis

Der praktische Teil der Prüfung stand dann am Sonntag an. Das Prüfungskomitee, bestehend aus dem Kreisdirigenten Marc Oliver Fischdick, Regina Nickisch vom Feuerwehrorchester Rade, Katja Hasenburg für Holzblasinstrumente und Simion Brück für Blechblasinstrumente, testete jeden Prüfling ganz genau. "Die Jugendlichen müssen sieben Tonleitern können, von denen wir aber nur drei abfragen. Sie spielen ein Volkslied in zwei verschiedenen Tonarten, ein Übungsstück und ein Vortragsstück", erläuterte Regina Nickisch.

Prüfling Susanne Dehnert begeisterte trotz starker Nervosität das Komitee mit ihrem Saxophon-Spiel. Sie hatte ein fröhliches Jazzstück ausgewählt, verspielte sich nur einmal und korrigierte ihren Fehler selbstständig — das machte Eindruck. Die jungen Musiker waren von ihren Lehrern Regina Nickisch, Thomas Klöckner und Detlev Hoffmann gut vorbereitet worden. "Bei uns fallen selten Teilnehmer durch. Wir unterstützen sie so stark wir können", sagte Nickisch.

Im theoretischen Teil konnten die jungen Musiker 40 Punkte, im praktischen Teil 60 Punkte erreichen. Sie wurden zusammengerechnet und entschieden darüber, ob der jeweilige Teilnehmer mit sehr gutem, gutem oder mit Erfolg teilgenommen hat. Am Sonntag wurden nicht nur Saxophonisten geprüft, sondern auch Klarinette, Trompete, Waldhorn und Querflöte. Alle Teilnehmer, egal wie alt und egal welches Instrument, mussten letztlich die gleiche Prüfung ablegen. Danach war dann Geduld gefragt bis zur Urkunden-Übergabe am späten Sonntagnachmittag.

Prüfung als Premiere

"Bei der Beurteilung nehmen wir natürlich Rücksicht auf die Nervosität der Musiker und darauf, dass das hier ihre erste musikalische Prüfung ist", sagte Nickisch. Sie und das gesamte Komitee waren am Ende des Tages zufrieden mit den gezeigten Leistungen des Nachwuchses.

(trei)
Mehr von RP ONLINE