Radevormwald: Junge Musiker improvisieren

Radevormwald : Junge Musiker improvisieren

Die erste "Jam-Session" im Kinder- und Jugendtreff "life" war ein großer Erfolg. Leiterin Susanne Peters will auch künftig die soziale Entwicklung, selbst organisierte Freizeitgestaltung und die Eigeninitiative fördern.

Gemeinsam Musik machen — das war das Ziel der jungen Musiker, die sich am Samstagabend im Kinder- und Jugendtreff "Life" auf der Brede trafen. Eine "Jam-Session" bezeichnet das improvisierte Zusammenspiel unter Musikern, die normalerweise nicht zusammenspielen. Die Idee zu diesem Treffen kam von dem jungen Musiker Adrian Tepel, der ein häufiger Gast in dem Jugendtreff ist und auch selber in einer Band spielt. Bei der Umsetzung half ihm Diplompädagogin und Sozialarbeiterin Susanne Peters, die erst seit August auf der Brede arbeitet.

Soziale Entwicklung

"Bei der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern achte ich besonders auf die soziale Entwicklung, auf selbst organisierte Freizeitgestaltung und auf viel Eigeninitiative. Somit war die Idee von Adrian genau das richtige", sagte sie.

Vor dem richtigen Konzert trafen sich spontan verschiedene Musiker, um gemeinsam zu improvisieren. Dazu sollte jeder seine eigenen Instrumente mitbringen und natürlich viel Kreativität. "Am wichtigsten ist, dass man neue Menschen kennenlernt, von anderen Musikern etwas lernen kann und vor allem, dass man Spaß daran hat, zu improvisieren", sagte Adrian Tepel, der das lockere Konzert zwei Monate lang organisiert hatte.

Auch für die neue Leiterin, Susanne Peters, war die Veranstaltung eine ganz neue Erfahrung. Bisher hat sie fast nur große Aktionen außerhalb der Jugendräume betreut. Für das "richtige" Konzert wurde die Sängerin Sofia Li angeheuert, die ihre liebsten Stücke zum Besten gab. "Vor einem solchen Auftritt gehe ich meine Songs durch, aber intensiv bereite ich mich nicht vor", sagte die Sängerin gelassen.

Neuauflage schon in Planung

Weniger routiniert wirkte die erst zwei Monate alte Band um Adrian Tepel, die den eigentlich urheberrechtlich geschützten Titel "From Dusk till Dawn" trägt. Der gleichnamige Film von Robert Rodriquez aus dem Jahr 1996 ist also der Ursprung des Bandnamens. Mit seinen Bandkollegen Marco Gebuhr und Mathias "Schesi" Sikora legte Adrian Tepel einen Auftritt ganz im Zeichen der Musikrichtung Metal hin. Das Konzert kam bei allen Besuchern und Musikern gut an — und auch Susanne Peters ist daran interessiert, ein Konzert in dieser Form zu wiederholen. "Alles ist gut gelaufen, und für uns war es ein Erfolg", sagte sie. Die nächste Jamsession soll im Februar stattfinden. Hoffentlich finden sich dann noch mehr Musikbegeisterte, die voneinander lernen und gemeinsam Spaß haben wollen.

(trei)
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