Radevormwald: Jugendkontrollen bleiben wichtig

Radevormwald: Jugendkontrollen bleiben wichtig

Trotz zahlreicher Einsätze zieht die Polizei jetzt eine positive Karnevalsbilanz.

Acht Personen nahm die Polizei am Karnevalssamstag in Rade in Gewahrsam. Die Beamten sprachen zudem 27 Platzverweise aus. Es gab zwei Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz (Schlagringe), eine Beleidigung und einen Widerstand gegen Polizeibeamte, berichtet Polizeisprecher Michael Tietze. 7000 bis 8000 Besucher, davon 2500 auf dem Markt, schätzt das Ordnungsamt. "Etwas weniger als sonst", sagt Christoph Grimlowski, der stellvertretende Ordnungsamtsleiter. Einsatzleiter Jochen Knorz spricht von einem "normalen Karnevalssamstag". 120 bis 150 junge Leute kontrollierten die Mitarbeiter von Ordnungs- und Jugendamt, in etwa zehn Prozent der Fälle wurde Alkohol gefunden. Geöffnete Flaschen mit Alkohol kippten sie aus, eine volle Flasche können die Eltern im Rathaus abholen. Zehn Jugendliche kamen in die Obhut im DRK-Haus und wurden den Eltern übergeben. Aber auch drei schwere Fälle wurden verzeichnet. Zwölf Wildpinkler erwischten die Mitarbeiter auf frischer Tat. Es gab kostenpflichtige Verwarnungen. Da viele Jugendliche "vorglühen", will sich das Ordnungsamt für das kommende Jahr eine andere Strategie überlegen.

Ingo Oberkersch vom Betriebshof zog ein positives Fazit eines arbeitsreichen Wochenendes der Betriebshofmitarbeiter. Am Samstag folgte die Einsatzgruppe dem Zug, später wurde bis nach Mitternacht der Marktplatz gesäubert. Morgens waren die Schneeräumer im Einsatz, am Sonntagabend wieder. Am Montagmorgen startete die erste Gruppe um 4 Uhr. "Es ist aber alles gut gelaufen", sagt Ingo Oberkersch.

(wos)