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Radevormwald: Jahnhalle soll im Spätsommer fertig sein

Radevormwald : Jahnhalle soll im Spätsommer fertig sein

Die Arbeiten am Boden der Halle sind abgeschlossen. Jetzt braucht es gutes Wetter für die Raumluftmessung. Denn die Heizung, der neue Sportboden und die Beleuchtung können erst nach dieser wichtigen Messung eingebaut werden.

Die Sanierung des vergifteten Bodens der Turnhalle Jahnstraße ist inzwischen abgeschlossen. Das berichtete Michael Faubel, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, in der Sitzung des Bauausschusses. Im vergangenen Jahr waren bei der Öffnung des alten Sportbodens der in den 1950er Jahren gebauten Halle auf der Bodenplatte in Teerbahnen Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gefunden worden.

Spezialisten haben die Bodenoberfläche inzwischen mit einem großen Sicherheitsaufwand abgetragen. Die Stadt hatte dafür im Haushalt zusätzlich 43 000 Euro veranschlagen müssen. Nach den Recherchen der Stadtverwaltung ist die Nutzung dieser Stoffe auf Betonböden in Sporthallen bundesweit einmalig gewesen.

Vor etwa zwei Jahren war mit der Sanierung der Turnhalle unterhalb des Stadions am Kollenberg begonnen worden. Zuerst waren das Dach, der Eingangsbereich und die Fenster ausgetauscht worden. Zum Fortschritt der Arbeiten sagte Michael Faubel, dass die Stadt, wenn die Raumluft im Frühjahr eine Temperatur von 16 bis 18 Grad Celsius erreichen wird, diese messen lassen muss. Dabei ist festzustellen, dass die Arbeiten ordnungsgemäß abgeschlossen worden sind und sich keine Giftstoffe mehr auf der Bodenplatte befinden.

An einen Dachdecker werden demnächst weitere Arbeiten vergeben. Er soll die abgefräste Stahlbetonplatte glatt ziehen und eine Schutzfolie aufbringen, auf die später der neue Hallenboden wieder aufgebaut werden kann. Fertiggestellt werden müssen in der Halle auch noch die neue Beleuchtung und die Heizung.

"Wir haben uns das Ziel gesetzt, im Sommer fertig zu werden, um die Halle nach den Sommerferien wieder für den Schul- und Vereinssport freigeben zu können", sagte Faubel, warnte aber vor zu viel Optimismus. "Genau können wir das alles wegen der Unwägbarkeiten um den Boden noch nicht sagen", erklärte er den Ausschussmitgliedern.

(RP)