Radevormwald: Jäger erlegen 39 Füchse und vier Wildschweine

Radevormwald : Jäger erlegen 39 Füchse und vier Wildschweine

Revierübergreifend haben Rader Jäger in der vergangenen Woche den Fuchs bejagt. "Dabei wurden waidgerecht 39 Füchse und vier Wildschweine erlegt", berichtet Claudia Möllney, Pressesprecherin der Hegegemeinschaft (Zusammenschluss der Jagdpächter) und Naturpädagogin des Deutschen Jagdverbandes.

Momentan grassiert in Rade die Fuchsräude. Mindestens zwei der erlegten Füchse waren betroffen. Die Fuchsräude ist eine Hauterkrankung, die durch Grabmilben hervorgerufen wird. Sie führt in der Regel innerhalb von drei Monaten zum Tod des Fuchses, kann aber auch ausheilen oder ohne klinische Symptome fortbestehen, erläutert Claudia Möllney. Die Erkrankung werde überwiegend durch direkten Kontakt von Fuchs zu Fuchs übertragen und sei hochansteckend. "Eine Übertragung und Ansteckung auf den Haushund durch Kontakt zu Füchsen oder über den Fuchsbau ist möglich. Der Mensch ist für den Erreger ein Fehlwirt, die Milbe pflanzt sich dort nicht fort. Dennoch kann es zu einer Hauterkrankung, der Krätze, kommen", berichtet die Pressesprecherin.

In Rade kommen Füchse in allen Jagdrevieren vor. Durch Impfung sei das Virus Tollwut erfolgreich ausgerottet worden. In der Folge habe sich die Fuchspopulation seit den 1990er Jahren verdoppelt, "mit negativen Folgen für viele am Boden brütende Vögel, die zu seiner Beute zählen", schreibt Möllney. Wenn räuberische Arten wie der Fuchs in unnatürlich hohen Beständen vorkommen, könne er brütende Vogelarten an den Rand des Aussterbens bringen.

"Eine erfolgreiche Jagd auf den Fuchs erstreckt sich auf die Nachtstunden. Der Fuchs ist ein besonders schlaues, mit hervorragenden Sinnesleistungen ausgestattetes Wildtier", betont die Pressesprecherin. Beim Fuchs seien die Sinne Hören, Riechen und Sehen hervorragend ausgebildet. Der Fuchs äuge jede Bewegung und flüchte sofort.

(rue)
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